Ausstellung

Michael Gartenschläger

Leben und Sterben zwischen Deutschland und Deutschland

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 9. September um 17.00 Uhr statt.

Details

Michael Gartenschläger wuchs in Straußberg bei Berlin auf. Ende der fünfziger Jahre gründete er als begeisterter Musikfan in der DDR mit Freunden einen Ted – Herold - Klub, der von der Staatsmacht verboten und aufgelöst wurde.Nach dem Mauerbau protestierte Gartenschläger und sein Freund Gerd Resag durch Anbringen politischer Parolen gegen das Eingesperrtsein in der DDR. In einem Schauprozess wurden die beiden 17jährigen zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Gartenschläger saß davon zehn Jahre ab, ehe er von der Bundesrepublik im Juni 1971 freigekauft wurde.Obwohl nunmehr in Freiheit, ließ ihn das SED - Unrechtsregime nicht los. Vom Westen aus verhalf er 30 Freunden zur Flucht aus der DDR. Doch nicht nur das: Als Beweis für die Menschenrechtsverletzungen der DDR - Diktatur baute er an der innerdeutschen Grenze zwei Splitterminen ab!Stasi-Chef Mielke befahl daraufhin seine Festnahme oder „Liquidierung“: Am 30. April 1976 lief Michael Gartenschläger in die Falle des Stasi-Einsatzkommandos. Er wurde – 32 Jahre alt - durch neun Kugeln getötet. Alle an der Tötung Gartenschlägers Beteiligten wurden nach der Wende freigesprochen!

Wir möchten mit dieser Wanderausstellung an Michael Gartenschläger erinnern und an seinen Mut, unter Einsatz des eigenen Lebens Widerstand gegen eine Diktatur zu leisten.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 11. September 2008 um 18 Uhr in der Sparkasse Warendorf statt.


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Veranstaltungsort

Warendorf

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Dr

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