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Présentations & compte-rendus

Revolution in Mitteldeutschland

de Peter F. Dietrich
Der Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, Stephan Dorgerloh, hat für begabte Schüler, die vom Verein Jugend.Aktiv.Mitteldeutschland gefördert werden, eine Vorlesung über die Reformation gehalten.

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Bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Wendgräben führte er aus, dass die Reformation, dessen 500-Jahrfeier international vorbereitet wird, im Grunde eine revolutionäre Umgestaltung der Lebensverhältnisse in Mitteldeutschland war. Ausgehend von Luthers Lebensperspektiven und der Leitfrage: „Wie bekomme ich einen gnädigen Gott“ führt die reformatorische Einsicht, dass der Sühnetod Jesu uns alle befreit, letztlich über die Aufklärung zur modernen Gesellschaftsordnung.

Nach Dorgerloh ist das moderne Ich-Bewußtsein und die ausgeprägte Individualisierung als Frucht der Reformation ein Weltereignis. Mit der Bibelübersetzung wurden nicht nur die Grenzen der stark ausgeprägten regionalen Dialekte gesprengt, es wurde auch das kirchliche „Herrschaftswissen“ geteilt. Folgerichtig propagierte Melanchthon, Luthers kongenialer Mitstreiter „Bildung für alle“. Hier leitete der Kultusminister zu Bildungsfragen der Gegenwart über. Dabei betonte Dorgerloh, dass nicht Wissen allein im Wikipedia-Zeitalter wichtig sei, sondern dass es vielmehr um Haltung gehe, wie sie exemplarisch Luther vor dem Reichstag gezeigt habe.

Hieraus ergab sich eine lebhafte Diskussion mit den Schülern, die wissen wollten, welche Haltung der Minister als Politiker und Mensch zum Thema Beschneidung und anderen Gewissensfragen einnehme. Abschließend referierte Dorgerloh über den Spannungsbogen von Religion – Toleranz und Politik. Für sich selbst betonte er: „Für mich gab es ein Leben vor der Politik und ich hoffe auch ein Leben nach der Politik, dies ermöglicht mir die notwendige gelassene Haltung“.

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Gruppenbild KAS Wendgräben

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