Présentations & compte-rendus

„Eine Wachstumspolitik ist eine gute Lösung, um gegen die Krise anzugehen“

Antonio Tajani, Vize-Präsident der Europäischen Kommission, zur aktuellen Situation in Tunesien

Antonio Tajani, Vize-Präsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Industrie und Unternehmer, hat am 28. November 2012, begleitet von rund 40 europäischen Unternehmervertretern einen Arbeitsbesuch in Tunesien abgestattet.

Im Rahmen seiner „Mission für Wachstum“ traf Tajani neben Staatspräsident Moncef Marzouki, Regierungschef Hamad Jebali auch mit Industrieminister Lamine Chakhari, Elyes Fakhfakh und Ridha Bettaieb, Minister für Internationale Zusammenarbeit, zusammen. Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Europäischen Delegation sowie die tunesischen Agentur zur Föderung der Industrie hat der Kommissar zudem an einer Rundtischveranstaltung im Rahmen der Messe „Carrefour des Affaires et des Technologie“ zum Thema „Investitionsklima in Tunesien“ teilgenommen.

Anläßlich einer abendlichen Vortragsveranstaltung der KAS sowie des tunesischen Jungunternehmerverbandes unter dem Motto „Wachstum stärken – KMU fördern“ kamen zahlreiche tunesische Jungunternehmer sowie Vertreter aus Politik und Diplomatie zusammen, um über die Herausforderungen des tunesischen Mittelstands zu diskutieren. Tajani unterstrich in seinem Vortrag deutlich die Unterstützung der Europäischen Kommission für das wirtschaftliche Wachstum in Tunesien. Zugleich hob er auch hervor, dass Geschäftsentwicklungen besondere Konditionen erfordern, insbesondere Sicherheit, politische Stabilität und eine Verbesserung des Geschäftsklimas.

Politische Stabilität umfasst nach den Worten des Vize-Präsidenten der EU-Kommission unter anderem weniger Fundamentalismus, mehr Demokratie, weniger Terrorismus, mehr legale Migration. Er unterstrich dabei, dass die Stabilität Tunesiens von großer Bedeutung für die Mittelmeerregion sei.

Tajani hat zudem die Entscheidung des tunesischen Regierungschefs begrüßt, einen Kreis von zehn Vertretern europäischer Unternehmen als hochrangige Beratergruppe zu installieren, die zusammen mit tunesischen Vertretern ihre Expertise und Ratschläge für eine Wachstumspolitik einbringen sollen. Mit Blick auf den erst kürzlich verhandelten „Fortgeschrittenen Status“ und die „privilegierte Partnerschaft“ zwischen der EU und Tunesien betonte Tajani, dass dies Tunesien die Kraft verleihe, ein enger und handelnder Partner der EU zu sein.

Zugleich bedeute es einen Fortschritt für Tunesien wie die EU zugleich, selbst wenn die aktuelle wirtschaftliche Situation nicht gesund sei. Zugleich zeigte er sich jedoch davon überzeugt, dass „Eine Wachstumspolitik eine gute Lösung ist, um gegen die Krise anzugehen“. Zudem bestätigte Tajani die Notwendigkeit, in der aktuellen Situation den jungen Tunesierinnen und Tunesiern Hoffnung zu vermitteln.

„Wir müssen den Traum der Jungen in etwas Konkretes verwandeln“, forderte Tajani in seiner Rede. Die Zusammenarbeit Kleiner- und Mittelständischer Betriebe sei, so der Vize-Präsident, ein gutes Mittel, um mehr Arbeit zu schaffen, ebenso wie das Engagement der großen Unternehmen, um das Wachstum der KMU und der tunesischen Jugend zu unterstützen.

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