Présentations & compte-rendus

„Tunesien setzt einen Maßstab“

Pöttering betont Symbolkraft des Landes für die gesamte Region

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr. Hans-Gert Pöttering, hat anlässlich seines Besuchs in Tunesien die Fortschritte des Landes seit dem Sturz des früheren Machthabers Ben Ali gelobt, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass der politische Transformationsprozess zwingend von einem wirtschaftlichen begleitet werden müsse.

Pöttering sagte bei einer Konferenz der KAS, die in Zusammenarbeit mit dem tunesischen Arbeitgeberverband UTICA in Tunis stattfand: „Wirtschaftliche Entwicklung und Wachstum lassen sich nicht auf Dauer von der Sicherstellung und Gewährleistung der grundlegenden Menschenrechte und insbesondere politischer Rechte trennen.“ Tunesien müsse erfolgreich sein, denn angesichts der aktuellen Entwicklungen in Ägypten und Syrien sei das Land „ein Beispiel und Vorbild“ für die gesamte Region. „Tunesien setzt einen Maßstab“, so Pöttering.

Pöttering attestierte Tunesien „bereits viel politische Reife“ und verwies auf die Verschiebung der Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung, die sicherstellte, dass die Wahlen internationalen demokratischen Standards entsprachen.

Während seines zweitägigen Aufenthalts in Tunesien traf Pöttering auch mit dem Präsidenten der Verfassungsgebenden Versammlung, Mustafa Ben Jafaar (ETTAKATOL), Mohamed Abbou (CPR), Minister für Verwaltungsreformen, der Vizepräsidentin der Verfassungsgebenden Versammlung, Mehrzia Abdouli (ENNAHDHA), dem Auslandsvertreter in der Verfassungsgebenden Versammlung, Fathi Ayadi, der Abgeordneten Souad Abderrahim sowie dem Staatssekretär im Außenministerium, Touhami Abdouli (ETTAKATOL), zusammen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung feiert 2012 das 30-jährige Jubiläum ihrer Arbeit in Tunesien. Einer der ersten und wichtigsten Partner war und ist die UTICA.

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