Détails
Die strategische Lage in Ostasien befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Unter der Führung von Xi Jinping verfolgt China eine außen- und sicherheitspolitisch deutlich assertivere Linie, die weit über die Region hinausreicht. Pekings Anspruch auf Taiwan, wachsende militärische Fähigkeiten, die Modernisierung der Volksbefreiungsarmee sowie eine zunehmend ideologisch geprägte Staatsführung erzeugen neue geopolitische Spannungen und erhöhen die Risiken einer militärischen Eskalation im Indo-Pazifik.
Für Deutschland und Europa gewinnt diese Entwicklung sicherheitspolitisch erheblich an Bedeutung. Globale Lieferketten, technologische Abhängigkeiten und die enge sicherheitspolitische Verzahnung mit Partnern im Indo-Pazifik machen eine fundierte Auseinandersetzung mit Chinas strategischem Kurs unverzichtbar. Auch die Bundeswehr sieht sich vor der Aufgabe, die sicherheitspolitischen Herausforderungen in der Region frühzeitig zu verstehen, eigene Handlungsoptionen zu reflektieren und die Rolle Deutschlands in einem zunehmend multipolaren Umfeld einzuordnen.
Das Seminar beleuchtet Chinas innen- und außenpolitische Entwicklung unter Xi Jinping, analysiert die sicherheitspolitische Lage im Indo-Pazifik und zeigt auf, welche Bedeutung diese Dynamiken für Deutschland, Europa und die Bundeswehr haben. Ergänzend bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, Fragen und die Diskussion möglicher Szenarien und Implikationen für die praktische sicherheitspolitische Arbeit.
Programme
Donnerstag, 26.03.2026
07.30 Uhr Begrüßung
Manuel Ley
Politisches Bildungsforum Niedersachsen
07.35 Uhr -09.00 Uhr Ostasien im Umbruch: China unter Xi Jinping
Thomas Awe
Ehemaliger Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung China
09.00 Uhr-09.30 Uhr Ausblick und Diskussion