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Présentations & compte-rendus

Bio- und Gentechnologie in der Landwirtschaft:

Welche Potentiale, Erleichterungen und Risiken bringt sie für die Bürgerinnen und Bürger mit sich?

Aurich 04.11.2021

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Das Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems lud zu einer Veranstaltung zum Thema Bio- und Gentechnologie in der Landwirtschaft ein. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Manuel Ley, Leiter des Bildungsforums Weser-Ems, das Publikum und stellte sich als auch die Konrad-Adenauer- Stiftung vor.

Danach übergab er das Wort an Prof. Dr. Sacha Laubinger von der AG Evolutionäre Genetik der Pflanzen Fak. V - Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, welcher mit einer Präsentation von diversen Lebensmitteln, unteranderem Nudeln, Bananen, Süßkartoffeln etc., in seinen Vortrag einführte. Prof. Dr. Laubinger berichtete, das in fast jedem Lebensmittel Gentechnologie stecke. Ziel der Bio- und Gentechnik sei es nicht, sogenannte „Monsterpflanzen“ zu erschaffen, sondern die Modifizierung sei essenziell für das langfristige Überleben der Menschen.

„Veränderung dient nicht den Pflanzen, sondern den Menschen“, so Prof. Dr. Laubinger.

Außerdem äußerte Prof. Dr. Sacha Laubinger auch Kritik an dem Gentechnikgesetz, denn konventionelle Züchtung durch beispielsweise Mutagenese sei ausgenommen von diesem Gesetz und sei dadurch nicht Deklarierungspflichtig. Oftmals würden auf Produkten auch „ohne Gentechnik“ stehen, was für ihn eine klare Verbrauchertäuschung darstelle. Daher fordere er Reformationen in dem Gentechnikgesetz.

Nach dem Vortrag folgte eine Diskussion mit Dr. Rolf Bünte, Leiter der Bezirksstelle Ostfriesland der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Prof. Dr. Sacha Laubinger und Sigrid Linden, Lehrerin an der BBS 1 Leiterin Team Landwirtschaft, welche auch die Moderation übernahm.

Es wurde über Chancen und Risiken diskutiert, auch gab es eine rege Interaktion mit dem Publikum, welche ihre Fragen stellen konnten. Beispielsweise ein Landwirt aus der Region Aurich äußerte, das er das Gefühl habe, dass durch Politik und teilweise Medien die Arbeit von Landwirten in Misskredit gebracht wurde. Vor allem in politischen Debatten um Glyphosat hätte er sich auch mehr Unterstützung von der Landwirtschaftskammer erhoffte. Dr. Rolf Bünte stimmte diesem zu und erklärte, dass mehr Aufarbeitung dieser Thematik stattfinden müsse.

Im Anschluss der Veranstaltung wurde noch weiter diskutiert, auch unterhalb des Publikums fand ein reger Austausch statt.

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