Einzeltitel

„Griechenland steht wieder auf eigenen Beinen“

KAS-Büroleiter aus Griechenland über den ESM-Rettungsschirm, Mazedonien und die griechische Flüchtlingspolitik
Im Interview mit kas.de spricht Henri Bohnet, Leiter des KAS-Auslandsbüros in Athen, über das Ende vom ESM-Rettungsschirm, den Namensstreit mit Mazedonien sowie über Strategien in der Flüchtlingspolitik.

Nach acht Jahren verlässt Griechenland den EU-Rettungsschirm ESM. „Griechenland steht wieder auf eigenen Beinen“, sagte Bohnet. Doch es habe auch sehr gelitten. „Griechenland hat ein Viertel seiner Wirtschaftskraft verloren, was eigentlich üblich ist bei einem Kriegsland“, erläuterte der Leiter aus Athen. Dies gehe nicht spurlos an den Menschen vorüber. “Diese wirtschaftliche Entwicklung hat einen großen Einfluss auf die Psyche der Bevölkerung.“ Viele seien ernüchtert und machen Europa für die schlechte wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich. „Es muss wieder Vertrauen in Europa hergestellt werden“, forderte Bohnet.

Dies ist nicht leicht, denn Griechenland verzeichnet die höchste Arbeitslosenquote in Europa. "Junge Menschen wandern weiterhin ab, weil sie keine Perspektive im eigenen Land sehen“.

Schon lange streiten Griechenland und die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien um den Namen "Mazedonien". Die öffentliche Meinung war entgegen der Regierungsmeinung geprägt von negativen Stimmungen. „Wenn es zu einer Einigung kommt, wird dies in Europa als positives Zeichen gewertet, weil Griechenland eine konstruktive Rolle annimmt“, erläuterte Bohnet.

Das gesamte Interview sehen Sie hier: