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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Länderberichte

Die Parteien, die für eine Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien eintreten, haben bei den Regionalwahlen am 21. Dezember ihren relativen Wahlerfolg von 2015 wiederholt. Mit 47,6% der Stimmen gewannen sie zwar keine Mehrheit unter den Katalanen, doch aufgrund der Besonderheiten des Wahlsystems erhielten sie eine absolute Mehrheit von 70 der 135 Sitze im Regionalparlament. Sie sind einer der Sieger der Wahl. Der andere ist die liberale Partei Ciudadanos mit ihrer Spitzenkandidatin Inés Arrimadas, die mit einem Stimmenanteil von 25,4% und 37 Mandaten den höchsten Anteil an Mandaten gewann.

Fans des katalanischen FC Barcelona | © Flickr / Gustave Deghilage / CC BY-NC-ND 2.0© Flickr / Gustave Deghilage / CC BY-NC-ND 2.0

Ein großer Verlierer ist die Volkspartei von Ministerpräsident Rajoy, die deutliche Stimmenverluste erlitt und nur 4,2% der Stimmen und 3 (vorher 11) Mandate erhielt. Sie ist damit zu einer politischen Randgruppe in einer der wichtigsten Regionen Spaniens geworden. Auch auf nationaler Ebene wird dieses Ergebnis noch Folgen haben. Der zweite große Verlierer ist Katalonien. Die Separatisten werden möglicherweise die neue Regierung bilden und ihr Ziel einer Loslösung von Spanien mit neuen Mitteln weiterverfolgen. Der politische Konflikt wird auch in Zukunft alle anderen Themen überlagern, die Spaltung der Gesellschaft wird sich fortsetzen, Unternehmen werden die Region verlassen oder dort nicht investieren. Katalonien und Spanien stehen unruhige Zeiten bevor.

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Kontakt

AbbildungDr. Wilhelm Hofmeister
Leiter des Auslandsbüros Spanien
Tel. +34 91 781 12 02
Wilhelm.Hofmeister(akas.de


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