Fünfzig Jahre Politische Meinung

Die Politische Meinung, (6/2006) 439

Im Juni 1956 erschien die erste Ausgbe der Politischen Meinung. Dem gegebenen Anlass folgend blickt die aktuelle Jubiläumsausgabe auf ein halbes Jahrhundert publizistische Tätigkeit zurück. Von den Anfängen bis in die Gegenwart wird die aktive Teilnahme an der politischen Debatte in der Bundesrepublik Deutschland nachgezeichnet. Beiträge zu den Leitlinien der Gründungsväter Otto Lenz und Erich Peter Neumann spiegeln den Zeitgeist demokratischen Neuaufbaus. Als publizistische Lotsen der Nachkriegsgeschichte leisteten Karl Willy Beer und Anton Böhm hervorragende journalistische Zusammenarbeit. Die Chefredakteure Ludolf Herrmann, Feuilletonist des Politischen und sensibler Menschenbeobachter, und nach ihm Peter Hopen, der 1991 aus der Zweimonatszeitschrift ein monatliches Periodikum machte, werden im Porträt beschrieben. Auf die Kontinuität der Politischen Meinung bei den wertorientierten Themen bezieht sich ein weiterer Beitrag; Zitate aus fünfzig Erscheinungsjahren dokumentieren historische Meilensteine. Einer grundlegenden Analyse wird die Rolle von politischen Monatszeitschriften als hochkarätige Multiplikationsmedien unterzogen: "Dem Diktat der Unterhaltung zum Trotz". In einer weiteren Rubrik gratuliert die Politische Meinung Karl Dedecius zum 85. Geburtstag sowie dem Schriftsteller Daniel Kehlmann zur Verleihung des diesjährigen Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Editorial

Bernhard Vogel mehr...

Im Dienste demokratischer Politikvermittlung

Geprägt durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten, sah Otto Lenz in einer aktiven Presse- und Informationspolitik den Garanten für das Funktionieren eines demokratischen Systems. Marlene Lenz mehr...

"Begrenztes Maß aller Dinge"

Ein politisches Fachforum für kleine Kreise entsprach dem geistigen Leitungsanspruch der Gründungsväter Otto Lenz und Erich Peter Neumann: Entscheider sollten die öffentliche Meinung steuern und nicht von ihr getrieben werden. Norbert Grube mehr...

Publizistische Lotsen der Nachkriegsgeschichte

Karl Willy Beer und Anton Böhm haben sich in ihrer Redaktionsarbeit vorbildlich ergänzt. Sie gaben Orientierung im Labyrinth des demokratischen Neuaufbaus. Alois Rummel mehr...

Mit sicherem Instinkt und Menschlichkeit

Würdigung von Peter Hopen (Chefredakteur von 1989 bis 1998)
Als Chefredakteur der "Politischen Meinung" machte Peter Hopen aus der Zweimonatsschrift ein monatliches Periodikum: Einmischung statt intellektueller Begleitmusik war seine Devise. Marianne Kneuer mehr...

Intellektueller Leitstern

Mit brillanter Feder schrieb er wider den Zeitgeist. Der Publizist Ludolf Herrmann war Feuilletonist des Politischen und sensibler Menschenbeobachter zugleich. Ansgar Lange mehr...

Dem Diktat der Unterhaltung zum Trotz

Jenseits des "großen Palavers" der Tagespresse bieten Monatszeitschriften vertiefende und rationale Argumentation. Sie sind das Salz in der Suppe politischer Kommunikation. Wolfgang Bergsdorf mehr...

Erscheinungsbilder im Wandel der Zeit

Die Titelseite der "Politischen Meinung" wurde seit ihrer Ersterscheinung mehrfach umgestaltet. Ein anschaulicher Überblick. mehr...

Historische Meilensteine im Spiegel der Politischen Meinung

Stimmen und Stimmungen aus fünf Jahrzehnten
Zitate aus der Politischen Meinung von 1956 bis in die Gegenwart. Danja Bergmann mehr...

Kontinuität in der Politischen Kommunikation

Bei den wertorientierten Themen zeigt die Berichterstattung der "Politischen Meinung" eine bemerkenswerte Beständigkeit. Von der ersten Ausgabe bis in die Gegenwart. Rudolf Stöber mehr...

"Mehr Freiheit wagen"

- angemerkt -
Gegenüber familienpolitischen Kontroversen stehen meinungsbildende Diskussionsforen in besonderer Verantwortung. Thematische Herausforderungen im Jubiläumsjahr der Politischen Meinung. Ewald Hetrodt mehr...

Dritte Wege nach Europa

Sechzig Jahre "Frankfurter Hefte"
Mit ihren Europavisionen waren die Gründer der "Frankfurter Hefte" der konzeptionslosen Linken weit voraus. Sechzig Jahre nach seiner Gründung und auch nach Zusammenschluss mit der "Neuen Gesellschaft" hält da Blatt an seiner Vordenkerrolle fest. Norbert Seitz mehr...

Mittler und Vermittler

Karl Dedecius zum 85. Geburtstag
In der polnischen Literatur können Deutsche das Andere als ein Verwandtes entdecken. Ein Gespräch mit Karl Dedecius zum 85. Geburtstag. Wolf Scheller mehr...

Der Weltvermesser

In den Romanen Daniel Kehlmanns sind Worte wie Formeln, die die Realität aushebeln. Der mit Wirklichkeiten operierende Erzähler erhält den diesjährigen Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Oliver Ruf mehr...

"Einwanderungsland Deutschland"

angemerkt
Der Begriff "Migrationshintergrund" bestimmt neuerdings den öffentlichen Diskurs. Anmerkungen zur sprachlichen Verortung und politischen Verantwortung. Helmut Berschin mehr...

Operation Vereinigung

Das Streben nach einem unvorbelasteten gesamtdeutschen Neuanfang steht hinter der Fusion der PDS mit der WASG zur Linkspartei. Über die Wiederbelebung eines uralten Traumes der Linken. Udo Baron, Manfred Wilke mehr...

Kriegsschatten

- gelesen -
Jean-Paul Picaper/Ludwig Norz: Kinder der Schande. Das tragische Schicksal deutscher Besatzungskinder in Frankreich Günther Frieß mehr...

Die Ergründung des Historischen

- gelesen -
Eric Voegelin: Ordnung und Geschichte (hrsg. von Peter J. Opitz und Dietmar Herz) Christian Schwaabe mehr...

Aktuelles intern

Neue Programme, Aktionen und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung Walter Bajohr mehr...

Kontakt

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Die Politische Meinung / Redaktion
Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
Fax +49 2241 246-2610
Rita.Tuepper-Fotiadis[at]kas . de

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