Neue Koordinaten der Außen- und Sicherheitspolitik
Die Politische Meinung, (5/2002) 390
Die Maiausgabe der Politischen Meinung fragt nach den neuen Koordinaten der Außen- und Sicherheitspolitik, die sich nach dem 11. September deutlich verschoben haben. Die Beiträge widmen sich den Umrissen einer neuen Weltordnung, der Wirkmacht von Abschreckung und dem historischen Vergleich mit der weltpolitischen Situation 1931. Analysiert werden auch die aktuellen europapolitischen Versäumnisse insbesondere in Frankreich und Deutschland, und der Islamismus als politische Bedrohung sowie die Möglichkeit eines Einsatzes der Bundeswehr bei der Terrorismusbekämpfung. Darüber hinaus wird die innenpolitisch hochumstrittene Frage nach Ansätzen einer sinnvollen Beschäftigungspolitik behandelt und ebenso die nach den Unterscheidungsmerkmalen zwischen Kanzler Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber. Die Politische Meinung erinnert im Mai an die Gründung des Senders arte vor 10 Jahren nicht ohne seine aktuellen Perspektiven auszuloten. Unter der Rubrik "Literatur" wird die vieldiskutierte Novelle "Im Krebsgang" von Günter Grass einer näheren Betrachtung unterzogen. Gabriele Wohmann wird anlässlich ihres siebzigsten Geburtstages gewürdigt. Der Leser erhält dabei zugleich einen Überblick über ihr beachtliches und scharfsichtiges Gesamtwerk. Die Politische Meinung ehrt in einem Nachruf den verstorbenen Begründer der Hermeneutik Hans-Georg Gadamer. Das Editorial der Maiausgabe resümiert die Wahl in Sachsen-Anhalt vom 21. April und deren Bedeutung für die bevorstehende Bundestagswahl.
Biografie einer beeindruckenden Christdemokratin
gelesen
Heike Drummer, Jutta Zwilling u. a.: Elisabeth Schwarzhaupt – Portrait einer streitbaren Politikerin Benedikt Brunner mehr...
Verschweigestrategien
gelesen
Bernd Rüthers: Geschönte Geschichten – Geschonte Biographien, Sozialisationskohorten in Wendeliteraturen Wolfgang Bergsdorf mehr...
Deutsche Außenpolitik
gelesen
Haftendorns Gesamtdarstellung und Troches Detailstudie sind gelungene und gut geschriebene Beiträge zur Geschichte der deutschen Außenpolitik seit 1945. Sven Olaf Berggötz mehr...
Weltpolitik – Gegenwart und Genese
gelesen
Karl Kaiser, Hans-Peter Schwarz: Weltpolitik im neuen Jahrhundert; Christian Hacke: Zur Weltmacht verdammt Eduard Gloeckner mehr...
Rebellion gegen die Behaglichkeit
Gabriele Wohmann zum Siebzigsten
Im umfassenden Werk Gabriele Wohmanns hat sich die psychologische Schärfe der Beobachtung um die Zwischentöne des Tragikomischen erweitert. Eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen wird siebzig. Walter Hinck mehr...
Am Elend vorbeigeschrieben
Zur Debatte um die Novelle „Im Krebsgang“ von Günter Grass
In der viel diskutierten Novelle „Im Krebsgang“ von Günter Grass überwuchert die Rahmenhandlung das wesentliche Ereignis. Das Verdienst der literarischen Thematisierung des Flüchtlingselendes der Ostpreußen gebührt seit langem anderen Autoren. Helmuth Kiesel mehr...
Die Streitkräfte Russlands: „Eine Armee, die auf die eigenen Leute schießt“
angemerkt
„Eine Armee, die auf die eigenen Leute schießt“ Paul Roth mehr...
Das Gespräch geht weiter
Zum Tode des Philosophen Hans-Georg Gadamer
Hans-Georg Gadamer avancierte mit der Entwicklung der Hermeneutik zum philosophischen Klassiker mehrerer Generationen. Sein Vermächtnis gleicht einem Appell. Esther-Maria Wedler mehr...
Zehn Jahre arte
Etablierung eines "unmöglichen Experimentes"
Der deutsch-französische Sender arte wurde am 30. Mai 1992 aus einer politischen Idee geboren. Seine 10-jährige Existenz ist ein wesentlicher, aber ausbaufähiger Baustein des zusammenwachsenden Europas. Jobst Plog mehr...
Ecken und Kanten oder Populismus pur
Kanzler Schröder und Herausforderer Stoiber im Profil-Vergleich
Zwischen dem Kanzler Gerhard Schröder und seinem Herausforderer Edmund Stoiber tut sich eine konzeptionelle Kluft auf, die durch den Kontrast der Persönlichkeiten weiter vertieft wird. Ein Profilvergleich zwischen einem Imagekünstler und einem Vertrauensträger. Dieter Weirich mehr...
Neue Strategien in der Beschäftigungspolitik
Arbeitslosigkeit ist nicht schicksalhaft
Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Deutschland bedarf es neuer Impulse und der Rücknahme rot-grüner Fehlentscheidungen. Vor allem empfiehlt sich ein Blick nach Wisconsin. Christian Wulff mehr...
Bundeswehr und Terrorismusbekämpfung
Zur Diskussion über den Inneneinsatz der Streitkräfte
Den neuen Strategien des Terrors müssen auch die verfassungsrechtlich definierten Aufgaben der Streitkräfte angepasst werden. Bei einer begrenzten Neudefinition im Grundgesetz sind diese jedoch höchst präzise zu umreißen. Mattias G. Fischer mehr...
Französische Islamdebatten
Zu den Voraussetzungen eines muslimischen Extremismus
Eine reformorientierte und zeitgemäße Koraninterpretation wird derzeit noch von nahezu allen islamischen Schulen aus politischen Gründen unterdrückt. Deren Intoleranz gegenüber anderen Weltanschauungen stellt ein unterschätztes Sicherheitsrisiko für die westliche Welt dar. Johannes Thomas mehr...
Verschleudertes Erbe
Schröders Europapolitik auf Abwegen
Mit der Trübung der deutsch-französischen Beziehungen hat die rot-grüne Bundesregierung den Motor der Europäischen Einigung und somit die Handlungsfähigkeit Europas insgesamt beschädigt. Christian Müller mehr...
Das Jahr 2001 "Annus terribilis" der internationalen Staatenordnung?
Lehren aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen
Die historische Analogie zwischen dem 18. September 1931 und dem 11. September 2001 kann den plötzlichen Wechsel von allgemeiner Friedensgewissheit und verbreiteter Zukunftsangst verständlich machen. Jasper Wieck mehr...
Optimismus nach dem 11. September
Zur Effizienz der Abschreckung
Die gezielten Militärschläge der Anti-Terror-Koalition haben bislang weitgehend die gewünschte Wirkung gezeigt. Schwächen der militärischen Leistungsfähigkeit Europas sollten der so bestätigten Logik der Abschreckung folgend jetzt auch in Deutschland behoben werden. Karl-Heinz Kamp mehr...
NATO, Terrorismus und eine neue Weltordnung
Nationale Alleingänge sind gefährlich
Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist nationales Prestigedenken schädlich. Die Bedeutung der NATO darf nicht weiter sinken. Ruprecht Polenz mehr...
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Rita Anna Tüpper-Fotiadis

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