In ihrem Roman Tēvs rekonstruierte Inga Žolude die Erinnerungen ihres an Alzheimer erkrankten Vaters und verwob sie mit der Geschichte des Homo sovieticus sowie den Traumata des 20. Jahrhunderts.
Der Roman lud dazu ein, Parallelen zwischen sowjetischen und ostdeutschen Sozialisationserfahrungen zu ziehen, und regte zur Reflexion darüber an, wie politische Systeme, Familiengeschichten und gesellschaftliche Narrative unser Gedächtnis formen und prägen.
Im anschließenden Gespräch wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet und gemeinsam über Erinnerung, Identität und den Umgang mit Vergangenheit diskutiert.
Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Interesse sowie den Dolmetscherinnen für die sprachliche Begleitung und Unterstützung der Veranstaltung.
Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Riga durchgeführt.