Veranstaltungsberichte

Klimawandel als politisches Instrument

Chinas wachsender Einfluss auf den Klimaschutzdialog

Ein von der KAS/Peking organisiertes Fachgespräch thematisierte die aktuelle Diskussion um den Klimawandel und Chinas Bedeutung für eine erfolgreiche Umsetzung eines weltweit verpflichtenden Klimaschutzabkommens.

Die Erderwärmung und ihre unmittelbaren Folgen sind Themen, denen sich kein Land mehr entziehen kann. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in mehr und mehr Regionen der Welt spürbar, so dass Maßnahmen zur Minderung aktueller und zukünftiger Konsequenzen in den Fokus des internationalen politischen Diskurses rücken. Auf der UN-Klimakonferenz in Durban im Dezember 2011 wurde abermals über die Notwendigkeit einer drastischen Reduktion von Kohlendioxidemissionen durch die Industrie- und einige Schwellenländer diskutiert. China, als weltweit größter CO² Emittent, zeigte sich zwar gewillt ein weltweit verpflichtendes Klimaschutzabkommen zu unterzeichnen, doch nicht ohne zuvor eigene Bedingungen zu stellen. Das selbstbewusste Auftreten des Landes offenbarte wieder einmal, wie sehr sich die Machtverhältnisse in der Welt verschoben haben. China ist sich seiner Stellung bewusst und vertritt seine nationalen Interessen wirkungsvoll. Nichtsdestotrotz hat das Land selbst mit den schwerwiegenden Folgen der Erderwärmung zu kämpfen und muss in naher Zukunft effiziente Lösungsansätze finden, um etwa drohenden Wirtschafteinbußen entgegenzuwirken. Ein politischer Konsens, der die Interessen aller partizipierenden Länder berücksichtigt, bleibt daher unumgänglich.

Die KAS/Peking analysierte in diesem interdisziplinären Dialog mit internationalen Experten, Think Tank-Vertretern und Politikwissenschaftlern, die Rolle Chinas im internationalen Klimaschutzdialog. Im Fokus stand dabei der Klimawandel als politisches Instrument und Chinas Rolle im internationalen Entscheidungsfindungsprozess. Wie groß ist Chinas Einfluss auf den Klimaschutzdialog? Wie wirken sich die klimapolitischen Entwicklungen in China auf Entscheidungen innerhalb der internationalen Staatengemeinschaft aus? Wie können dringend notwendige internationale Regulierungsschritte und ein nachhaltiger Klimaschutz unterstützt werden?

Kontakt

Michael Winzer

Michael Winzer bild

Leiter des Auslandsbüros Ungarn/Budapest

michael.winzer@kas.de +36 1 487 501-0 +36 1 487 501-1