Als um die Jahrtausendwende die rosarote Flut linker Regierungen durch Lateinamerika schwappte, erhofften sich viele eine größere politische Beteiligung. Zwei Jahrzehnte später ist diese demokratische Hoffnung einer Enttäuschung gewichen. Die Unterstützung für die Demokratie ist auf einem historischen Tiefstand. Aus der einstigen rosa Flut ist eine rosa Galaxie geworden, in der sich autoritäre und demokratisch legitimierte Kräfte mischen.
Organisationen wie das Forum von São Paulo, die Puebla-Gruppe, die Progressive Internationale oder der Lateinamerikanische Rat für Sozialwissenschaften werden von ihren eher autoritären Vertretern dominiert. So bilden sie eine Plattform zur Unterstützung von Diktaturen.
Gleichzeitig positionieren externe Akteure wie Russland, China und Iran die rosa Galaxie im geopolitischen Machtkampf gegen die westlichen Demokratien.