Veranstaltungsberichte

"Wahlen und deren wissenschaftliche Analyse"

von Dana Fennert
Am 31. März 2008 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit dem "Centre Marocain de Recherche en Sciences Sociales" (CMSS) ein wissenschaftliches Kolloquium zum Thema "Wahlen und deren wissenschaftliche Analyse" in der Universität (Aïn Chock) von Casablanca.

"Wahlen und deren wissenschaftliche Analyse"

Am 31. März 2008 veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen mit dem "Centre Marocain de Recherche en Sciences Sociales" (CMSS) ein wissenschaftliches Kolloquium zum Thema "Wahlen und deren wissenschaftliche Analyse" in der Universität (Aïn Chock) von Casablanca.

Unter der Leitung von Professor Mohammed Tozy (Soziologe/Politikwissenschaftler) erforscht das Marokkanische Zentrum für sozialwissenschaftliche Forschung den politischen Wandel Marokkos. Das Zentrum arbeitet vor allem mit Doktoranden, jungen Forschern und Experten zusammen. Ihr Forschungsgebiet erstreckt sich auf die arabisch-islamische Welt, im Besonderen steht die marokkanische Politik und Gesellschaft im Fokus ihrer Untersuchungen. Demnach sind die marokkanischen Parlamentswahlen vom September 2007 ein aktueller Untersuchungsschwerpunkt.

Im Rahmen der Veranstaltung waren vor allem die jungen Doktoranden aufgefordert ihre Forschungsergebnisse der letzten Parlamentswahlen vorzustellen. In diesem Zusammenhang wurden verschiedene Wahlkreise bzw. deren Kandidaten und ihre Wahlkampagnen analysiert.

Als Gastrednerin war Frau Dr. Manuela Glaab, die Leiterin der Forschungsgruppe Deutschland am "Centrum für angewandte Politikforschung" und Lehrbeauftragte am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der LMU München, eingeladen.

In ihrem Vortrag führte sie die Teilnehmer in das Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland ein und trug damit zu einem vergleichenden Ansatz bei.

Vor den marokkanischen Parlamentswahlen, prognostizierten nationale und internationale Beobachter den Wahlsieg der moderat-islamistischen Partei PJD, die allerdings nur mit 14% und 46 Sitzen als zweitstärkste Kraft ins Parlament einzog.

In Anbetracht dieser fehlerhaften Voraussage, die auch in Deutschland zu beobachten war, hatte die These von Frau Dr. Glaab, dass ,,nur qualitative Politikforschung präzise Wahlprognosen liefern kann“ eine besondere Bedeutung.