Veranstaltungsberichte

Afrikanische Medienkonferenz der KAS gewinnt stark an Bedeutung

von Frank Windeck
Seit seiner Gründung im Jahr 2002 veranstaltet das Medienprogramm Sub-Sahara Afrika einmal jährlich seine Africa Media Leadership Conference (AMLC). An wechselnden Orten treffen sich dazu Chefredakteure, Herausgeber und Besitzer von afrikanischen Medienhäusern, um aktuelle Probleme im Journalismus des Kontinents zu besprechen, neue Netzwerke über Ländergrenzen hinweg aufzubauen, alte Kontakte weiter zu pflegen und zukünftige Probleme im Medienbereich zu analysieren sowie passende Lösungen für eben diese Probleme zu erarbeiten.

Letzteres ist Schwerpunkt der achten Ausgabe der Konferenz, die in Ghanas Hauptstadt Accra stattfindet. Unter dem Titel "Learning from the Future: Africas Media Map in 2009" sollen zukünftige Entwicklungen thematisiert werden und daraus Schlüsse für zukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln in der Gegenwart abgeleitet werden.

Die AMLC hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Kamen die Teilnehmer in den Jahren davor ausschließlich aus dem südlichen- und östlichen Afrika, so wurden im vergangenen Jahr zum ersten Mal auch westafrikanische Teilnehmer in das Treffen einbezogen. In diesem Jahr wird die Konferenz nun zum ersten Mal in Westafrika selbst abgehalten. Mit einer Delegation aus Ägypten werden auch erstmalig Vertreter aus dem Norden des Kontinents dabei sein, sodass die Konferenz mit insgesamt rund 60 Delegierten nun endgültig zu einem kontinentalen Event geworden ist.

Teilnehmerfeld verändert sich seit drei Jahren dramatisch zugunsten Neuer Medien

Die Zahl der Delegierten ist damit nicht nur erheblich angestiegen, deren Berufsprofile haben sich ebenfalls dramatisch verändert. Dominierten vor vier Jahren in Kenia noch die klassischen Medien Print, Radio und TV, so verändert sich dies Jahr für Jahr in einem schnelleren Tempo. Die traditionellen Medien sind zwar immer noch stark vertreten, heute haben sich aber die Neuen Medien einen nicht wegzudenkenden Anteil erobert. Online-Ausgaben von traditionellen Medien bilden dabei nur die Spitze des Eisbergs. Heute sind Blogger, Vertreter von Google, MTV Networks Africa, Bürgerjournalisten, Youtube-Videoproduzenten sowie Gründer von interaktiven Kommunikationsplattformen (MXit) für Mobiltelefone ebenso dabei, wie die Manager reiner Online-Magazine.

Dieser neuartige Mix an Teilnehmern ist äußerst wichtig für die Weiterentwicklung der afrikanischen Medien. Denn eines ist klar: Ohne die Neuen Medien und eine Zusammenarbeit mit denen, die darin arbeiten, können die traditionellen Medien auf Dauer nicht überleben. Und gerade in Afrika, wo es neben den Regierungen oft kaum Werbetreibende und damit nur wenig Einnahmen über die Verkaufserlöse hinaus gibt, werden diese Kooperationen immer wichtiger.

Konferenz ist online sichtbar

Passend zum Programm können Sie live mitverfolgen, wie einige der Teilnehmer über Twitter und Blogeinträge den Fortgang der Veranstaltung kommentieren.

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