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Moldova Security Forum 2026: Zehn Ergebnisse der dritten Ausgabe zur Sicherheit der Republik Moldau

von Sanda Sandu

Moldova Security Forum 2026

20. Oktober 2026, Chișinău – Das Moldova Security Forum 2026, das am 8. und 9. Oktober stattfand, brachte mehr als 800 Teilnehmende aus 35 Ländern zusammen. Dazu gehörten führende politische Vertreterinnen und Vertreter der Republik Moldau, europäische und euroatlantische Amtsträger, Diplomatinnen und Diplomaten, Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Medien. Im Mittelpunkt der dritten Ausgabe standen der Beitrag der Republik Moldau zur europäischen Sicherheit und die Fähigkeit von Demokratien, gemeinsam auf Krieg, ausländische Einflussnahme und Krisen zu reagieren.

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Moldova Security Forum 2026: Zehn Ergebnisse der dritten Ausgabe zur Sicherheit der Republik Moldau

20. Oktober 2026, Chișinău – Das Moldova Security Forum 2026, das am 8. und 9. Oktober stattfand, brachte mehr als 800 Teilnehmende aus 35 Ländern zusammen. Dazu gehörten führende politische Vertreterinnen und Vertreter der Republik Moldau, europäische und euroatlantische Amtsträger, Diplomatinnen und Diplomaten, Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Medien. Im Mittelpunkt der dritten Ausgabe standen der Beitrag der Republik Moldau zur europäischen Sicherheit und die Fähigkeit von Demokratien, gemeinsam auf Krieg, ausländische Einflussnahme und Krisen zu reagieren.

Der Abschlussbericht der Veranstaltung verzeichnet mehr als 1.100 Anmeldungen und über 800 anwesende Delegierte, gegenüber 448 im Jahr 2025 – ein Anstieg um etwa 75 Prozent. Das Leitthema „Stärkung der demokratischen Resilienz und Sicherheit durch strategische Weitsicht und multilaterale Zusammenarbeit“ verknüpfte Investitionen in die Verteidigung mit dem Schutz staatlicher Institutionen, der Krisenvorsorge und dem Erhalt des öffentlichen Vertrauens.

Das Forum bot Raum für öffentliche Debatten und Fachgespräche über Antworten auf die Risiken, denen die Republik Moldau, die Ukraine und die Schwarzmeerregion gegenüberstehen. Zehn Ergebnisse fassen die Bilanz dieser Ausgabe zusammen.

1. Wachsendes internationales Interesse am Forum

Das Interesse am Forum überschritt die Schwelle von tausend Anmeldungen. Von den insgesamt 1.138 Anmeldungen in diesem Jahr kamen die meisten aus der Republik Moldau, Rumänien, Deutschland, der Ukraine und Frankreich. Weitere Anmeldungen gingen aus mehr als 30 anderen Ländern ein. Diese Zahlen spiegeln das Wachstum des Netzwerks rund um das Forum und das Interesse an seiner sicherheitspolitischen Agenda wider.

2. Der Beitrag der Republik Moldau zur regionalen Sicherheit

In ihrer Eröffnungsrede unterstrich Präsidentin Maia Sandu den Beitrag der Republik Moldau zur regionalen Sicherheit. Die Präsidentin sprach über den Widerstand gegen russische Einflussnahme, die Notwendigkeit, den Luftraum des Landes zu schützen, und den Zusammenhang zwischen der Stärkung demokratischer Institutionen und der europäischen Integration.

„Die Republik Moldau ist inzwischen ein Sicherheitsgarant“, erklärte Maia Sandu. Ihre Botschaft gab die Richtung für die anschließenden Diskussionen vor: Die Erfahrungen, die die Republik Moldau im Umgang mit hybriden Bedrohungen gesammelt hat, können ihren europäischen Partnern zugutekommen. Zugleich hat die Sicherheit des Landes unmittelbare Auswirkungen auf seine Nachbarn.

3. Partnerschaften zur Stärkung von Sicherheit und Resilienz

Die erste thematische Plenarsitzung befasste sich mit der Frage, wie die Partnerschaften der Republik Moldau ihre Resilienz und Sicherheit stärken. Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister Mihai Popșoi hob die regionalen Wechselwirkungen hervor: „Was in der Republik Moldau und in der Schwarzmeerregion geschieht, wirkt sich unmittelbar auf Europa aus.“ Die Diskussion behandelte die Zusammenarbeit mit der EU und der NATO, die Unterstützung der Ukraine und die Fähigkeit staatlicher Institutionen, auf Bedrohungen zu reagieren.

Am 9. Oktober bekräftigte die stellvertretende NATO-Generalsekretärin Radmila Shekerinska den wechselseitigen Charakter der Partnerschaft. „Eine starke, stabile und resiliente Republik Moldau trägt zu Stabilität und Resilienz an den Grenzen der NATO bei“, erklärte sie in ihrer auf Englisch gehaltenen Rede. Sie würdigte die Erfahrungen der Republik Moldau bei der Abwehr hybrider Bedrohungen und bekräftigte den Respekt der NATO vor der verfassungsmäßig verankerten Neutralität des Landes. Eine Videobotschaft von Andrius Kubilius, EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum, ergänzte die Diskussion über die europäische Unterstützung für Sicherheit und Verteidigung, deren Umfang im Rahmen der Europäischen Friedensfazilität auf mehr als 300 Millionen Euro beziffert wurde.

4. Verteidigungszusammenarbeit an der Ostflanke

Die Plenarsitzung zur Ostflanke führte die Perspektive der Republik Moldau mit den Erfahrungen ihrer Partner zusammen. Verteidigungsminister Anatolie Nosatîi und der rumänische Verteidigungsminister Radu Miruță beteiligten sich an der Debatte über Zusammenarbeit und Resilienz in einem Sicherheitsumfeld, das vom russischen Krieg gegen die Ukraine geprägt ist.

Minister Radu Miruță ging auf die Verteidigungszusammenarbeit, Drohnenvorfälle und die Bemühungen zur Stärkung der Sicherheit in der Schwarzmeerregion ein. Am Rande des Forums traf Anatolie Nosatîi den stellvertretenden ukrainischen Außenminister Oleksandr Mishchenko, um über hybride Bedrohungen, den Schutz kritischer Infrastruktur und abgestimmte Reaktionen auf Risiken zu sprechen. Diese Treffen ergänzten die öffentlichen Diskussionen um einen bilateralen Austausch.

5. Die EU-Erweiterung und Europas Sicherheitsarchitektur

Die dritte Plenarsitzung untersuchte den Zusammenhang zwischen der Erweiterung der Europäischen Union, der Verteidigung und der strategischen Vorsorge. Valeriu Mija, Kristupas Vaitiekūnas, Christoph Israng, Anastasia Pociumban und Tobias Billström diskutierten über den Platz der Republik Moldau in der europäischen Sicherheitsarchitektur und die verfügbaren Instrumente der Zusammenarbeit.

In einem Interview mit der Sendung Briefing am Rande des Forums erklärte der ehemalige schwedische Außenminister Tobias Billström: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Republik Moldau Mitglied der Europäischen Union werden wird.“ Er verknüpfte diese Perspektive mit der Fortführung von Reformen und den Bemühungen zur Korruptionsbekämpfung. Am ersten Veranstaltungstag wurde zudem der TEPSA-Sammelband Security, Defence and the Future of Europe: Views from the Capitals vorgestellt, der nationale Perspektiven auf die Verteidigung und Sicherheit des Kontinents in die Diskussion einbrachte.

6. Öffentliche Debatte über Verteidigungsinvestitionen

Die öffentliche Sitzung zu den Verteidigungsausgaben widmete sich einer der schwierigen Fragen unserer Zeit: Wie können Regierungen die Verteidigung stärken, wirtschaftlichen und sozialen Prioritäten gerecht werden und zugleich die öffentliche Unterstützung für langfristige Investitionen gewinnen?

Parlamentspräsident Igor Grosu erläuterte in seinem Beitrag, dass der Schutz des Luftraums des Landes kontinuierliche Investitionen erfordert: „Wir brauchen Radarsysteme, wir brauchen Ausrüstung und wir müssen Personal ausbilden.“ Die Debatte verknüpfte Verteidigungshaushalte mit der Verantwortung, der Öffentlichkeit Risiken, Finanzierungsentscheidungen und angestrebte Ergebnisse zu erklären. Damit bot das Forum Raum für eine demokratische Auseinandersetzung mit Entscheidungen, die die gesamte Gesellschaft betreffen.

7. Krisenvorsorge und Koordinierung

Die Sitzung zum Krisenmanagement untersuchte die Kaskadeneffekte von Dürren, Überschwemmungen, Ausfällen der Energieversorgung und anderen Störungen, die Institutionen und Gemeinschaften gleichzeitig treffen können. Im Mittelpunkt standen die Koordinierung, die Frühwarnung und die Aufrechterhaltung wesentlicher staatlicher Funktionen.

Das Nationale Krisenmanagementzentrum kündigte auf dem Forum eine Kampagne für November an, die der Bevölkerung helfen soll, sich auf die ersten 72 Stunden einer Notlage vorzubereiten. Beiträge von Partnern aus dem Bevölkerungsschutz ergänzten die nationale Perspektive um Erfahrungen in der Zusammenarbeit zwischen Behörden, lokalen Gemeinschaften und der Privatwirtschaft.

8. Schutz der Demokratie vor hybriden Bedrohungen

Die Sitzung zu hybriden Bedrohungen beleuchtete die Zusammenhänge zwischen illegalen Finanzströmen, Desinformation, kognitiver Kriegsführung und der Untergrabung staatlicher Institutionen. Stanislav Secrieru, Berater der Präsidentin für Verteidigung und nationale Sicherheit, und Alexandru Musteața, Direktor des Sicherheits- und Nachrichtendienstes, beteiligten sich an den Diskussionen über den Schutz demokratischer Prozesse.

„Ich bin der Ansicht, dass illegale Finanzierung eine entscheidende Rolle spielt“, erklärte Stanislav Secrieru. Er erläuterte, dass finanzielle Mittel die Rekrutierung, Ausbildung und Infrastruktur hinter hybriden Operationen ermöglichen, und warnte davor, dass deren Auswirkungen auch nach dem Ende von Wahlen fortbestehen. Die Debatte führte den Schutz staatlicher Institutionen, die Integrität von Wahlen und die Glaubwürdigkeit von Wahlergebnissen in einer gemeinsamen Diskussion zusammen.

9. Klarere Kommunikation für eine resilientere Gesellschaft

Eine gesonderte Sitzung unter der Moderation von Brigitta Triebel untersuchte den Beitrag der Verhaltenswissenschaften, der strategischen Kommunikation und unabhängiger Medien zur demokratischen Resilienz. An der Podiumsdiskussion nahmen Liliana Vițu, Direktorin des Zentrums für strategische Kommunikation und die Bekämpfung von Desinformation, sowie Vertreterinnen und Vertreter des Europarates, der Europäischen Kommission und der Fachwelt teil.

Die Diskussion stützte sich auf Daten zu den Sorgen der Bevölkerung. Eine am 7. Oktober von der Konrad-Adenauer-Stiftung vorgestellte Umfrage von CBS AXA ergab, dass sich die Hälfte der Befragten wenig oder gar nicht darüber informiert fühlte, was in einer Krise oder Notlage zu tun ist. Die Studie umfasste 2.009 erwachsene Befragte, die zwischen dem 25. August und dem 9. September 2026 interviewt wurden. Die angegebene Fehlermarge betrug ±2,2 Prozent. Die Ergebnisse bildeten eine Grundlage für die Diskussion über eine klarere öffentliche Kommunikation und die Krisenvorsorge in der Gesellschaft.

10. Fachdialog und ein erweitertes Veranstaltungsprogramm

Neben den öffentlichen Sitzungen fanden im Rahmen des Forums drei nichtöffentliche Sitzungen statt. Sie befassten sich mit der Reintegration des Landes, mit Dual-Use-Technologien und dem Wiederaufbau der Ukraine sowie mit dem Zusammenhang zwischen den inneren Dynamiken des russischen Regimes und seinem außenpolitischen Handeln. Dieses Format ermöglichte es den Teilnehmenden, Fachthemen zu vertiefen, die die Plenardebatten ergänzten.

Dem Hauptprogramm gingen am 7. Oktober Begleitveranstaltungen zum Schutz kritischer Infrastruktur, zur öffentlichen Wahrnehmung von Sicherheit und zur Vorstellung des Buches Black Swans in the Black Sea voraus. Die Umfrage und die beiden Buchvorstellungen im erweiterten Programm lieferten zusätzliche analytische Grundlagen, die auch über das Forum hinaus verfügbar bleiben.

Das Moldova Security Forum findet 2027 erneut statt. Die Organisatoren haben angekündigt, dass es künftig jährlich stattfinden wird.

Das Moldova Security Forum 2026 wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Republik Moldau, dem Institut für Europäische Politik und Reformen (IPRE) und dem NATO-Verbindungsbüro in der Republik Moldau organisiert. Es fand mit institutioneller Unterstützung des Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums der Republik Moldau sowie unter Mitwirkung von mehr als 20 europäischen und internationalen Partnerorganisationen statt. Die dritte Ausgabe wurde am 8. und 9. Oktober 2026 im Palast der Republik in Chișinău ausgerichtet.

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