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Besuch des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, in Ramallah

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Details

Der von der KAS mitveranstaltete Besuch des Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, Dr. Jürgen Rüttgers, in Ramallah, wurde in den Palästinensischen Autonomiegebieten mit großem Interesse aufgenommen und war von hohen Erwartungen begleitet.

Zu einem einstündigen Gespräch begrüßte der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, Dr. Jürgen Rüttgers in seinem Amtssitz und brachte seine Hoffnung auf weitere internationaler Unterstützung zum Ausdruck. Dr. Rüttgers und Mahmoud Abbas betonten übereinstimmend das Existenzrecht Israels und machten ihre klare Ablehnung des Terrorismus als Mittel der Politik deutlich. Mahmoud Abbas distanzierte sich von den Positionen der radikalen Hamas, betonte aber auch die Wichtigkeit Deutschlands als Vermittler und Partner in der Region. Ministerpräsident Dr. Rüttgers wies im Gegenzug auf das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat hin und sagte, dass es notwendig für einen Frieden im Nahen Osten sei, den Palästinensern eine Perspektive zu geben.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah wurde die Gelegenheit zu Gesprächen von Dr. Rüttgers und seiner Delegation mit Vertretern der palästinensischen Zivilgesellschaft in Ramallah ausgiebig genutzt. Es fanden angeregte Diskussionen mit Wissenschaftlern, Vertretern palästinensischer Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsexperten und Kulturschaffenden statt. Thomas Birringer, Landesbeauftragter der KAS für die Palästinensischen Autonomiegebiete, betonte die Bedeutung einer vielfältigen palästinensischen Zivilgesellschaft für einen lebensfähigen, demokratischen Staat. Die bestehenden Kontakte zu Nordrhein-Westfalen, vor allem im Wirtschaftsbereich, seinen hierfür eine wichtige Hilfe und sollten weiter ausgebaut werden, ergänzte der Präsident des Palästinensischen Industrieverbandes (Palestinian Federation of Industries, PFI), Bassem Khoury.

In einem von der KAS vermittelten Gespräch mit Dr. Hanan Ashrawi, Mitglied des Palästinensischen Legislativrats aus der neuen Partei „Dritter Weg“ und Repräsentantin wichtiger Nichtregierungsorganisationen, sprach der Ministerpräsident über die Lage der Palästinenser und über die Rolle der Christen in den Palästinensischen Autonomiegebieten sowie über mögliche Zukunftsszenarien bezüglich des Nahostkonfliktes.

Im arabischen Ost-Jerusalem besuchte der Ministerpräsident die vom Deutschen Verein vom Heiligen Land getragende Schmidt-Schule. In dem 1886 gegründeten Gymnasium erhalten rund 500 christliche und muslimische Mädchen aus Ost-Jerusalem und aus den umliegenden Orten der West Bank eine qualifizierte Ausbildung bis zum Abitur. In Gesprächen mit dem Leiter der Schmidt-Schule, Herrn Nikolaus Kircher und einigen Lehrern, ging es um die Frage, wie an dieser Schule Mädchen verschiedener Religionszugehörigkeit erflogreich miteinander lernen.

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Veranstaltungsort

Ramallah

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Thomas Birringer

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