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Das Erbe politischer Isolation für heutige energiepolitische Transformationen

von Dr. Maria Francesch-Huidobro

Energieerzeugung und -nutzung in Singapur und Kota Kinabalu

Energiepolitische Transformationen in Städten sind ein wichtiger Beitrag zur globalen Klimapolitik. Die Frage, wie historische Entwicklungen städtischer Energiesysteme heutige Transformationsprozesse beeinflussen, wurde bislang kaum gestellt. Das Ergebnispapier eines Forschungsprojekts von KAS RECAP stellt zwei Fallstudien – Singapur und Kota Kinabalu (Saba/Malaysia) – vor und frägt , wie eine relative politische Abschottung die jeweiligen Energiesysteme seit der Kolonialzeit geformt hat. Das liefert Ansätze für eine Erklärung, vor welchen Herausforderungen heutige Transformationen stehen.

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Das Papier stellt die Erkenntnisse zweier Fallstudien – Singapur und Kota Kinabalu – dar und erläutert, wie die politische Isolation die jeweiligen Energiesysteme von der Kolonialzeit an geformt hat. Die Betrachtung des historischen Kontexts ermöglicht eine Erklärung für die Schwierigkeiten heutiger energiepolitischer Transitionen.

Das Papier untersucht und zeigt

  • wie die beiden Städte, als Antwort auf die jeweilige geopolitische Situation als ehemaliges britisches Kolonialgebiet in Südostasien, sich seit dem 19. Jahrhundert bemühten, eine autarke Energieversorgung durch starke örtliche Versorgungsnetzwerke zu erreichen.
  • wie die politische und wirtschaftliche Integration in Malaysia seit den 1960er Jahren (Kota Kinabalu ab 1963, Singapur 1959 bis 1965) und Unabhängigkeit (Singapur 1965) eine Neuausrichtung der Energiepolitik beider Städte mit sich brachte. Die örtliche Energieerzeugungskapazität wurde hinterfragt, Märkte öffneten sich dem Wettbewerb, regulatorische Bedingungen änderten sich, Energienutzer hatten veränderte Bedürfnisse und Energienetze richteten sich regional aus.
  • wie sich in den jeweiligen Fällen die Netze entwickelten, welche Form energiewirtschaftlicher Autarkie sie erreichten und was für Auswirkungen das historische Erbe und das Streben nach Energiesicherheit sowie deren Grenzen für heutige energiepolitische Transformationen bedeuten.
Das Papier kommt zum Ergebnis, dass Energieautarkie und -sicherheit vom jeweiligen räumlichen und zeitlichen Umfeld abhängen. In jedem Fall müssen Entscheidungsträger im Sinne einer realistischen Energiepolitik, die Energiesicherheit, Umweltfreundlichkeit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit vereinen möchte, diese "Pfadabhängigkeiten" berücksichtigen.

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Kontakt

Dr. Peter Hefele

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