Buchpräsentation

„Christentum und Demokratie - zwischen Antagonimus und Möglichkeiten“

Am Donnerstag, den 10. März, wurde im Jugendzentrum der Sammelband „Christentum und Demokratie– zwischen Antagonismus und Möglichkeiten“ von Henri Bohnet, Direktor der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof.Dr.R. Bigović und Dr. Dr. Davor Dzalto vorgstellt.

Details

Die Verantsltaltung moderierte Nikola Knežević.

Herr Bohnet begrüßte vorab alle Teilnehmer und betonte wie wichtig das behandelte Themengebiet des Bandes sei. Seiner Meinung nach ist Demokratie eng mit dem christlichen Verständnis des Menschen und der Welt verbunden. Des Weiteren ist es von Bedeutung die unantastabare Würde des Menschen anzuerkennen sowie seine Gleichheit vor Gott.

Eben aus diesem Diskurs lassen sich entscheidende Elemente des europäischen Verständnisses von Demokratie ableiten.

Prof. Dr. Radovan Bigović erinnerte die Anwesenden daran, dass noch vor 30 Jahren über ein ähnliches Thema gesprochen wurde, allerdings unter dem Titel Theodemokratie. In einigen veröffentlichten Texten aus dieser Zeit wurde u.a. die Fragen aufgeworfen: Wie können Gläubige am öffentlichen Leben teilnehmen. Bezugnehmend auf die Problematik Gläubiger im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben, deutete Prof. Bigović auf einen Mangel an Erfahrung mit christlich-demokratischen Parteien und einem sehr geringen Wissen über das Christentum im Allgemeinem hin. Diese Tatsachen weisen auf, wie wichtig das Thema des Sammelbandes ist. Er brachte zum Ausdruck, dass der Wert der Sammlung, welche Werke von vielen jungen Menschen beinhaltet, die sich mit diesen Fragen befassen, darin liege. Im Sammelband sind zwar nicht alle Antworten auf gestellte Fragen zu finden, auch nicht ob heutzutage eine christlliche Demokratie in einer pluralistischen Gesellschaft möglich sei, dennoch ist es wichtig sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen.

Doc. Dr. Davor Džalto ging auf eine Reihe wichtiger Punkte in der Beziehung zwischen Christentum und Demokratie ein. Seiner Meinung nach wurden die beiden Begriffe weder ausreichend definiert noch ausreichend diskutiert. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Beziehung zwischen Orthodoxie und Demokratie, welche ihm zu Folge ein besonderer Bereich der „terra incognita“ ist und drückte ferner die Notwenidgkeit einer Zusammarbeit der Wissenschaftler aus allen Bereichen aus. In diesem Diskurs betonte Dr. Džalto dass allein der Begriff Demokratie heutzutage nicht klar sei, da Vieles unter dieser Bezeichung verstanden werden kann, sodass der Begriff Demokratie von seiner ursprünglichen Bezeichung noch aus dem antiken Griechenland, abweicht. Demokratie basiert auf den Grundsätzen: Würde der Bürger, Freiheit des Menschen, die Idee des Humanismus bis heute zur Partokratie, aber auch Diktat des Großkapitals und ähnlichem.

Obwohl die Redner wenig Zeit hatten, sprachen sie alle relevanten Probleme für eine Diskussion an, welche eine Stunde anhielt und sehr lebhaft war.

Am Ende der Veranstlatung erhielten alle Teilnehmer ein Exemplar des Sammelbands sowie die Möglichkeit weitere Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu lesen. Das Interesse an der Publikation war so groß, dass nicht alle Beuscher Platz nehmen konnten, da sogar die Hilfsstühle bereits eingenommen wurden.

Eben dies spricht für die Wichtigkeit das Themengebiets Christdemokratie in Serbien.

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Veranstaltungsort

Belgrad

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Jelena Jablanov Maksimović

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Christentum und Demokratie KAS Belgrad