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Besuch des Hannah-Arendt-Gymnasiums Berlin

Am 2. Oktober 2012 besuchte eine aus zwölf Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrerinnen bestehende Gruppe des Hannah-Arendt-Gymnasiums Berlin das Länderbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Ramallah.

Der Besuch des Hannah-Arendt-Gymnasiums erfolgte im Rahmen einer 18-tägigen Bildungsreise durch Israel und die Palästinensischen Gebiete, welche den Schülern des am Gymnasium angebotenen Wahlfaches „Der Nahostkonflikt – Geschichte, Religion und Politik“ von ihren beiden Lehrerinnen, Frau Sow und Frau Clam, ermöglicht wurde.

Nach Ost-Jerusalem und Nablus war Ramallah ihre dritte Station in den Palästinensischen Gebieten. Herr Jörg Knocha, Projektmanager der KAS Ramallah, empfang die Gruppe am zentral gelegenen Manara-Platz. Nach einer kurzen Stadtführung besuchte die Gruppe das Büro der KAS Ramallah

Im Konferenzraum berichtete Herr Knocha über die Arbeit der politischen Stiftungen und die Lage vor Ort. Im Anschluss wurde den Schülern die Möglichkeit geboten, ihr Wissen über den Konflikt unter Beweis zu stellen und ihre Kenntnisse im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Herrn Knocha zu vertiefen, an welcher die Schüler mit großem Eifer teilnahmen. Besonderes Interesse zeigten sie an den zentralen Streitpunkten des israelisch-palästinensischen Konfliktes, wie der Aussicht auf einen eigenständigen palästinensischen Staat, den Status von Jerusalem und der Rolle der israelischen Siedlungen.

Zudem legten die Schüler Verständnis für den weiteren Kontext und die unterschiedlichen Dimensionen des Konfliktes an den Tag, was sich in Fragen bezüglich der politischen und wirtschaftlichen Lage in den Palästinensischen Gebieten, der Implikationen eines möglichen Waffengangs zwischen Israel und Iran sowie der Lebensrealitäten in den palästinensischen Flüchtlingslagern widerspiegelte. Auch bewiesen sie Kreativität in ihren Lösungsvorschlägen und Ideen. Diesem anregenden Gespräch folgte ein gemeinsames Mittagessen, nach welchem die Gruppe um mehrere Erkenntnisse und Eindrücke reicher nach Jerusalem zurückkehrte.