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Kommunikative Eingliederung trotz Vielfalt

Am 06. November 2013 luden die Fudación Konrad Adenauer und der Lehrstuhl für Kommunikation der katholischen Universität „San Pablo“ im Rahmen des Konrad-Adenauer-Lehrstuhls zu einem Vortrag über „Kommunikative Eingliederung trotz Vielfalt“ ein.

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Die Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Universität statt. Zunächst sprach der Programmkoordinator der Konrad Adenauer Stiftung, Iván Velásquez, die Begrüßungsworte zur Veranstaltung, worauf diese eröffnet wurde.

Die geladenen Referenten waren José Luis Aguirre Alvis, Direktor des Trainingszentrums für Radio und Fernsehen für die Entwicklung von SECRAD/ UCB; Roxana Roca Terán, Programmkoordinatorin „Kommunikation und Behinderung“ SECRAD; Libertad Younnmei Parrado von der Vereinigung der Zeichensprachendolmetscher Boliviens (ASOINPAZ) und Giovanni Patzi Salinas, Direktor des Blindeninstituts Boliviens (IBC).

Der erste Vortrag wurde von José Luis Aguirre Alvis zum Thema: „ Die Kommunikation aus der Perspektive der Vielfalt zu verstehen: Frauen, Jungen, Mädchen und Menschen mit Behinderung“ gehalten. Zu Beginn seines Vortrags zeigte er auf, wie normal es ist, dass Menschen eine Behinderung haben und dass dies im Alltag oft nicht auffällt, da die Behinderungen auch sehr oft nur minimal sind. Aber er nannte auch die Notwendigkeit der gesellschaftlichen Anerkennung, wobei er auch den neuen Bericht der UNICEF ansprach, der über Kinder mit Behinderungen weltweit berichtet. Abschließend ging er verstärkt darauf ein, dass Kommunikation auf verschiedene Art und Weise erfolgt und nicht nur über die konventionellen Träger. Diese verschiedenen Arten von Kommunikation müssen aber auch genutzt werden, vor allem von der Politik, um eine Inklusion aller Bürger zu erreichen.

Daraufhin folgte der Vortrag von Roxana Roca Terán über „Die Sprache vom medizinischen Modell hin zum sozialen Modell“. Die Referentin sprach in ihrem Vortrag überwiegend über die historische Entwicklung des Begriffs „Behinderung“ und über die gesellschaftliche Auseinandersetzung; von der Diskriminierung und Ausgrenzung bis hin zu der Praktik der Teufelsaustreibung aufgrund einer Behinderung. Sie beschrieb, wie sich der gesellschaftliche Umgang mit Menschen mit Behinderung über die Jahrhunderte verändert hat aber auch bestimmte Ressentiments gegenüber diesen Menschen erhalten blieben. Diese Ressentiments und Vorurteile haben sich auch aufgrund der Kommunikation erhalten, da diese bis heute suggeriert, dass Menschen mit Behinderung oft hilflos, unselbstständig und minderwertig sind. Laut Meinung der Referentin ist es demnach überaus wichtig, diese Menschen tatsächlich in die Gesellschaft einzugliedern. Denn es kommt vor allem darauf an, wie die Gesellschaft mit diesem Thema umgeht und wie sie Menschen mit Behinderung in ihrer Gesellschaftsmitte akzeptiert. Daraufhin lässt sich auch die Art und Weise der Kommunikation und die Begriffsverwendung verändern.

Anschließend folgte Libertad Younnmei Parrado mit dem Thema: „ Alternative Sprachen für eine inkluierende Kommunikation: die Zeichensprache“. Frau Parrado versuchte in ihrem Vortrag den Studenten der katholischen Universität „San Pablo“ die Zeichensprache näher zu bringen und die Studenten im Umgang mit Gehörlosen zu sensibilisieren. Außerdem erklärte sie, dass die Zeichensprache in Bolivien eine anerkannte Sprache ist, wie Spanisch und die indigenen Sprachen. Dabei nannte sie auch die rechtlichen Vorschriften: dass auf jeder öffentlichen Veranstaltung bei denen Gehörlose anwesend sind und auch in den öffentlichen Fernsehsendern , müssen Dolmetscher präsent sein. Diese Vorschriften werden aber in der Praxis kaum umgesetzt, deswegen ist das erklärte Ziel der Vereinigung der Zeichensprachendolmetscher in Bolivien die Zeichensprache in der Gesellschaft stärker zu etablieren.

Zum Abschluss dieser Vortragsreihe sprach Giovanni Patzi Salinas, Direktor des Blindeninstituts Boliviens über das Thema: „ Zugang zu Kommunikation und Information für Blinde“. Er erklärte den Studenten und restlichen Anwesenden, wie die Blindenschrift funktioniert und welche Kommunikationsmittel Blinde vor allem verwenden. Hauptkommunikationsmedium ist dabei das Radio, da dies deskriptiv ist. Danach folgt das Fernsehen, wobei dies schon problematischer ist, da beim Fernsehen das Bild und nicht der Ton im Vordergrund steht. Er erklärte aber auch, dass Blinde keineswegs vom Zugang zu Information und Kommunikation ausgeschlossen sind.

Zum Abschluss der Veranstaltung folgte eine Fragerunde, die von den Studenten mit großem Interesse genutzt wurde.

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