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Menschenrechte und Probleme im Hinblick auf den Menschenhandel in Bolivien

Am Donnerstag, den 17.10.2013 hat die Konrad Adenauer Stiftung im Rahmen ihrer eigenen Untersuchungsreihe das Buch „Menschenrechte und Probleme im Hinblick auf den Menschenhandel in Bolivien“ von den Autoren Pamela Alcocer Padilla und Franco Gamboa Rocabado, vorgestellt. Die sehr gut besuchte Buchpräsentation fand im Hotel Radisson statt.

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Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort der Repräsentantin der Konrad Adenauer Stiftung, Susanne Käss, die das Publikum auf die brisante Thematik der Menschenrechte und des Menschenhandels in Bolivien hinwies.

Daraufhin folgte die Präsentation des Buches durch die Autoren Pamela Alcocer Padilla und Franco Gamboa Rocabado. Die Autoren sprachen über ihre Recherchearbeit und über die Ergebnisse, die sie während dieser Zeit erhalten haben. Sie klärten das Publikum über ihre Befunde in Bezug auf Politik und Gesellschaft auf und reflektierten kritisch die internationale Intervention. Dabei wiesen sie vor allem auf die Nichteinhaltung der bestehenden Gesetze und die ungenügende internationale Kooperation in Hinblick auf diese Problematik hin. Insbesondere bemängelten sie die Unwirksamkeit der aktuellen Maßnahmen. Außerdem setzten sie sich genauer mit der Situation in Bolivien auseinander, mit dem Resultat, dass in Bolivien vor allem auch die strukturelle Gewalt ein Phänomen dieses Problems ist. Der Staat Bolivien ist demnach nicht einmal in der Lage die grundlegenden Menschenrechte, Freiheit und Rechtsschutz für seine Bürger zu garantieren; oft herrscht ein nahezu rechtsloser Raum in den abgelegenen Gebieten Boliviens vor, die es Menschenhändlern leicht machen neue „Ware“ zu adquirieren. Dabei spielt auch die extreme Armut der Landbevölkerung eine entscheidende Rolle, da die Menschenhändler durch Geldversprechungen ihre Opfer überzeugen. Auch die Instabilität und Schwäche der Institutionen im Land, die extreme Korruption im Polizeiapparat und die ungenügende Schul- und Ausbildung der überwiegend ländlichen Bevölkerung tragen zum Erfolg der Menschenhändlerringe in Bolivien bei.

Abschließend nannten die Autoren mögliche Maßnahmen, um Menschenrechtsverletzungen und den Menschenhandel in Bolivien einzudämmen. Insbesondere betonten sie, dass die bereits bestehenden Gesetze auch in der Praxis umgesetzt werden müssen und die Bestechlichkeit des Polizeiapparates abnehmen muss.

Anschließend an die Buchpräsentation folgten zwei Kommentare von H.C.F. Mansilla, Forscher, und Robin Cavagnoud, Repräsentant des französischen Instituts für Andine Studien (IFEA). Beide stimmten mit den Autoren überein, dass Bolivien seine Gesetze auch praktisch umsetzen muss und dass eine verstärkte internationale Kooperation unabdingbar sei.

Am Schluss der Veranstaltungen konnte das Publikum den Autoren Fragen stellen und die Ergebnisse kommentieren. Dieses Angebot wurde von den Anwesenden genutzt, was deutlich zeigt, dass diese Problematik auf das Interesse der Zivilgesellschaft stößt.

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