Programa de estudios y de información

Beratungsprogramm der Herren Werner Schreiber und Prof. Dr. Jörg Winterberg

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In der innenpolitischen chilenischen Auseinandersetzung mehren sich die kritischen Stimmen gegenüber den Verwerfungen der wirtschafts- und sozialpolitischen Entwicklungen der letzten beiden Jahrzehnte. Trotz der errungenen makroökonomischen Stabilität des Landes geben mikroökonomische Faktoren Anlaß zur Sorge. Der wirtschaftliche Konzentrationsprozeß verdeutlicht eine mangelhafte staatliche Wettbewerbspolitik; die im Weltmaßstab sehr ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung (Gini – Koeffizient 0,54) zeigt Defizite bei Steuer- und Sozialpolitik. Die ungleichen Zugangschancen breiter Bevölkerungskreise zu Bildung, Gesundheit und sozialer Sicherung stellen Fragen an die Effizienz der staatlichen Bereitstellung öffentlicher sowie meritorischer Güter und Dienstleistungen.

Von einigen Spitzenpolitikern aus der chilenischen Christdemokratie aber auch aus Kreisen der wirtschaftsliberalen Oppositionspartei Renovación Nacional, wurden daher Forderungen laut, die Wirtschafts- und Sozialpolitik des Landes solle sich an dem Leitbild einer Sozialen Marktwirtschaft orientieren.

Da einer der Schwerpunkte der Arbeit der Konrad Adenauer Stiftung der Verbreitung und Umsetzung des Leitbildes der Sozialen Marktwirtschaft dient, hatte die KAS-Chile zwei ausgewiesene soziale Marktwirtschaftler zu Beratungen nach Santiago eingeladen. Neben umfangreichen Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Bildungsinstitutes der chilenischen Schwesterpartei, dem ICHEH, zur Schwerpunktbildung bei Veranstaltungen über SMW auch als vorbereitende Maßnahmen für den im Oktober 07 anberaumten Ideologiekongreß der Partei, traten beide Referenten arbeitsteilig bei Maßnahmen in der CEPAL (VN-Kommission für Wirtschaftsfragen in Lateinamerika) dem Stiftungsbüro und der Universität Adolfo Ibáñez auf. Dabei erläuterte Prof. Winterberg die Grundlagen der Freiburger Schule und den ordnungspolitischen Ansatz einer Sozialen Marktwirtschaft; Herr Schreiber als ausgewiesener Sozialpolitiker die soziale Irenik im Sinne von Alfred Müller-Armack.

Dadurch daß führende Wirtschaftswissenschaftler in Chile ihr Studium in den USA absolviert haben und den „mainstream“ der wirtschaftspolitischen Debatte im Gastland mit liberalistischen Vorstellungen ausfüllen, wächst die Bereitschaft nur langsam, sich mit dem Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft auseinanderzusetzen. Gerade in der chilenischen Christdemokratie, die Anfang der neunziger Jahre ihr Wirtschaftsmodell (unter den beiden Regierungen von Aylwin und Frei Ruiz-Tagle) unter das Motto „Crecimiento con equidad“ stellten, wächst die Gruppe der Ökonomen, die sich für sozialmarktwirtschaftliche Vorstellungen öffnen.

Für die Konrad Adenauer Stiftung war der Beratungseinsatz der beiden deutschen Referenten sehr erfolgreich. Mit wichtigen Meinungsführern wurden sozialmarktwirtschaftliche Ordnungsvorstellungen ausgetauscht. Die Zielgruppe der Nachwuchspolitiker wurde entsprechend in die Veranstaltungen eingebunden.

Santiago im November 2006

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Lugar

Santiago de Chile

Altavoces

  • mit dem Vorsitzenden der Stiftung für christlich soziale Politik und dem Vizepräsidenten der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
    Contacto

    Dr. Helmut Wittelsbürger

    Former Resident Representative of the Konrad-Adenauer-Stiftung in Chile