Notas de acontecimientos

Ehrendoktorwürde für Hans-Gert Pöttering

de Martin F. Meyer

Chilenische „Universidad Miguel de Cervantes“ ehrt Verdienste um Demokratie und Menschenrechte

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident des Europäischen Parlaments a.D., Hans-Gert Pöttering, ist von der Universidad Miguel de Cervantes in Santiago de Chile mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Pöttering wird damit für sein „langjähriges Engagement für Demokratie und Menschenrechte“ geehrt. Der ehemalige chilenische Staatspräsident Patricio Aylwin überreichte die Urkunde.

In seiner Laudatio betonte der Rektor der Universität und ehemalige Präsident des chilenischen Abgeordnetenhauses, Gutenberg Martinez, Pötterings Beitrag zur Aufnahme verschiedener ehemaliger kommunistischer Staaten Osteuropas zur Europäischen Union in den Jahren 2004 und 2007. Auch die Vertiefung des politischen und institutionellen Systems der EU und die Stärkung des Europäischen Parlaments als einzige direkt gewählte Institution der EU seien unmittelbar mit seiner Person verbunden.

Der frisch Ausgezeichnete zeigte sich geehrt und bewegt. Besonders freue er sich über die Tatsache, dass diese Ehrendoktorwürde von einer Universität verliehen werde, die mit der Konrad-Adenauer-Stiftung die Prinzipien des christlichen Humanismus nicht nur in ideeller Form teile, sondern die sich auch ganz praktisch als Kooperationspartner der Stiftung in Chile für deren Durchsetzung engagiere.

Pöttering betonte, dass die Prinzipien von Demokratie und Menschenrechten sein gesamtes politisches Leben über stets leitend für sein Handeln gewesen seien. Demokratie und Menschenrechte würden weltweit die beiden Schlüsselbegriffe jedes normativen Verständnisses von Politik bilden. Pöttering: „Ohne die Anerkennung elementarer Menschenrechte, ist eine demokratische Regierungsform, ist die Demokratie, auf Dauer nicht vorstellbar“.

Offizielle Begründung für die Verleihung der Ehrendoktorwürde
Am 15. März 2011 ist Dr. Hans-Gert Pöttering mit der Ehrendoktorwürde der chilenischen „Universidad Miguel de Cervantes“ ausgezeichnet worden. Eine Übersetzung der Begründung finden Sie hier.

Aus Orientierung am christlichen Menschenbild heraus leiste die Konrad-Adenauer-Stiftung seit nunmehr 50 Jahren durch ihre Büros weltweit einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der Ideale von Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie. Für die Stiftung stelle eine aktive und erfolgreiche Menschenrechtspolitik eine fortwährende und kontinuierliche Aufgabe dar. Hierfür sei man jedoch auf Partner wie die Universidad Miguel de Cervantes angewiesen, so der Vorsitzende der KAS.

Überreicht wurde dem Vorsitzenden der KAS die Auszeichnung von Patricio Aylwin, erster Staatspräsident Chiles nach dem Ende der Militärdiktatur und der Rückkehr zur Demokratie im Jahre 1989. Das Gründungsmitglied der Christdemokratischen Partei (PDC) Chiles hatte Pöttering schon am Morgen bei sich in der Residenz zu einem Kennenlernen empfangen, wo er seine lange persönliche Freundschaft mit Deutschland und Politikern wie Adenauer und Kohl zum Ausdruck brachte.

Nach dem Treffen mit Aylwin traf Pöttering den chilenischen Außenminister Alfredo Moreno, um über eine mögliche Hilfestellung der Stiftung bei der Planung des kommenden EU-Lateinamerika-Gipfels im Mai 2012 in Santiago de Chile zu diskutieren.

Darüber hinaus fand am Abend im Büro der Stiftung ein Zusammentreffen mit Partnern sowie ehemaligen und aktuellen Stipendiaten der KAS in Chile statt. Dort traf Pöttering weitere hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, u.a. mehrere ehemalige Minister und Staatssekretäre – wie den ehemaligen Außenminister Mariano Fernández oder die ehemalige Landwirtschaftsministerin und Botschafterin Chiles in Deutschland, Marigen Hornkohl, die im Laufe der Woche das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen wird – mehrere Minister des chilenischen Verfassungsgerichts sowie zahlreiche Dekane und Rektoren verschiedener Universitäten.

Am nächsten Morgen rundeten ein Gespräch mit Senator Carlos Larraín, Präsident der Regierungspartei Renovación Nacional, ein Treffen mit Senator Jovino Novoa in seiner Funktion als Präsident der Unión de Partidos Latinoamericanos (UPLA) sowie eine Führung durch das Museum der Erinnerung und der Menschenrechte durch die Direktorin Romy Schmidt, ehemalige Ministerin für Nationale Liegenschaften, den dreitägigen Besuch des Vorsitzenden in Chile ab.

Pöttering bereist derzeit die Länder Kolumbien, Chile und Brasilien. Im Mittelpunkt stehen eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den christdemokratischen Partnern der Stiftung im Bereich der politischen Bildung und Beratung sowie der Gedankenaustausch mit Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft zu aktuellen Fragen in den Beziehungen zwischen Lateinamerika und Deutschland sowie Europa.

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