Présentations & compte-rendus

Lösungsansätze zur Flüchtlingskrise

In Sicherheit!? Situation von Flüchtlingen in Erstaufnahmeländern

Nicht allein in Europa, auch, und vor allem, in angrenzenden Staaten werden Flüchtlinge aufgenommen. Wie die Situation sich genau gestaltet und welche Lösungen zur Verfügung stehen wurde im Karlsruher Ständehaussaal von Dustin Dehéz diskutiert.

In einem knapp einstündigen Vortrag referierte Dustin Dehéz über ausgewählte Aspekte der Situation von Flüchtlingen in Erstaufnahmeländern.

Dies ist daher relevant, da ein Großteil, knapp zwei Drittel der Flüchtlinge, in die unmittelbar anliegenden Staaten flüchtet und nur ein Drittel mehr als eine Grenze überwindet. Das die Lage aber auch dort weiterhin kritisch bleibt, liegt daran, dass ihnen in diesen nur ein geringer Teil der benötigten Mittel zur Verfügung steht. Zudem erhalten nur knapp ein Viertel der Kinder weiter eine Schulbildung.

Als politische Lösungen der Flüchtlingskrise sieht Dehéz folgende: erstens, die Bekämpfung des Assad-Regimes, da in dessen gewaltsamen Vorgehen gegen die Bevölkerung die Ursache für die Flucht liegt. Zweitens, die Stärkung von Erstaufnahmeländern, da aus schwachen Staaten weitere humanitäre und finanzielle Krisenherde hervorgehen. Drittens, die Institutionalisierung der bisher zivilen Schleusertätigkeit, mit dem Ziel diese kontrollierbar zu machen. Viertens, die Schaffung von ausreichend legalen Fluchtmöglichkeiten.

Im Anschluss an diese Implikationen wurden verschiedene Punkte aus dem Valetta Action Plan vorgestellt, dieser wurde im Rahmen eines Gipfeltreffens Ende 2015 zur Bewältigung der Flüchtlingskrise abgehalten. In ihm werden Frühwarnmechanismen, Armutsreduktion, die Bekämpfung von illegaler Migration und Menschenhandel, die Förderung legaler Migration, sowie das gemeinsame Angehen von Herausforderungen gefordert.

Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Situation der syrischen Flüchtlinge, dennoch weitete Dehéz seine Analysen auch auf Afrika aus. Er erklärte, dass viele Akademiker dort trotz Wirtschaftswachstum keine Arbeitsplätze finden. Als Lösung sieht er EU-Programme die diese nach Europa bringen soll.

Laura Abdel Keriem

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