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Bürokratie in der Pflege wird wenigerPflegeexpertin und Staatssekretär Fuchtel bei Fachkonferenz in Calw

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Bürokratie in der Pflege wird weniger

Pflegeexpertin und Staatssekretär Fuchtel bei Fachkonferenz in Calw

„Wie stellen wir den Menschen wieder in den Vordergrund und die Bürokratie nach hinten?“ Entscheider, Praktiker und ganz allgemein interessierte Bürgerinnen und Bürger waren am Samstagmorgen zu einer Konferenz zum Thema Pflegedokumentation ins Calwer Haus auf dem Wimberg gekommen. Diskussionspartner: Die frühere Ombudsfrau für den Bürokratieabbau in der Pflege, Elisabeth Beikirch, sowie der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete der Region, Hans-Joachim Fuchtel. Der Abgeordnete stellte gleich bei der Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer klar: „Wir wollen uns hier auf den Weg machen und vorausgehen!“

Erleichterungen vielfach unbekannt

Hintergrund der Konferenz: Die Bundesregierung hat sich intensiv bemüht, den Aufwand für die Dokumentation für Pflege zu verringern. Längst nicht alle Erleichterungen sind aber allen sozialen Dienstleistern bekannt. Aufklärung tut Not. In einem fast dreistündigen, von Staatssekretär Fuchtel moderierten Austausch mit der aus Berlin angereisten Dokumentationsexpertin und Leiterin des Projektbüros EinStep klärten die Konferenzteilnehmer, darunter der Calwer Oberbürgermeister Ralf Eggert sowie Gäste auch aus Ludwigsburg, Konstanz und Sigmaringen, selbst hochdetaillierte Fragen zu den bürokratischen Aufgaben. Expertin Beikirch: „Erster Schritt der neuen Struktur der Informationssammlung ist die Frage an den Patienten und das Aufnehmen seiner Bedürfnisse. Wie geht es ihm? Und was erwartet der Patient von der Pflege?“ Wichtig sei auch der intuitive Kontakt mit den Patienten. „Manchmal weiß die Putzfrau mehr als der Pfleger“, spitzte Beikirch zu. Fazit: Zwar gibt es noch Möglichkeiten zur Verbesserung in einzelnen Bereichen, doch wichtige Weichenstellungen sind schon seit Jahresbeginn erfolgt. Umsetzen müssen es nun Sozialdienstleiser und Verbände. Beikirch: „Die Umsetzung ist einmal viel Arbeit, aber der Erfolg ist enorm!“ Die Ausführungen Beikirchs unterstützte Fuchtel mit Beispielen aus seiner eigenen Arbeit nicht zuletzt als Griechenlandbeauftragter der Bundesregierung. Dr. Stefan Hofmann, Leiter des Landesbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung, die zu der Konferenz eingeladen hatte, wies darauf hin, wie wichtig eine würdevolle, auf den Menschen konzentrierte Pflege auch für andere politische Debatten, darunter die Diskussion rund um die Sterbehilfe, sei. Die Konferenz war Auftakt einer dreiteiligen Reihe. Die nächsten Konferenzen sind für den 24. Oktober 2015 in Altensteig sowie für den Januar 2016 geplant. Weitere Infos unter www.kas.de/bw.

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Interlocuteur

M.A. Regina Dvořák-Vučetić

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