Die Konferenz wurde von Prof. Dr. Josip Faričić, Rektor der Universität Zadar, Prof. Dr. Marko Vučetić, Leiter der Abteilung für Philosophie sowie Prof. Dr. Jure Zovko im Namen des Organisationskomitees eröffnet. Im Mittelpunkt der Vorträge standen u.a. die universellen Menschenrechte und die Krise der Demokratie, neue Formen des Faschismus, das Verhältnis von Demokratie und Geschichte, politische Beteiligung im heutigen China, die Kritik an der Konsensdemokratie, postmarxistische Demokratietheorien sowie die Rolle der Wahrheit und historischer Interpretation.
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf den historischen und demokratischen Dimensionen wissenschaftlicher Objektivität, dem Verhältnis von Wahrheit und Demokratie, dem Erbe totalitärer und autokratischer Epochen in der kroatischen Geschichte sowie auf philosophischen Fragen zum Verhältnis von Geschichte und Wahrheit. Die Podiumsdiskussion „Ist die Demokratie durch Populismus bedroht?“ bot darüber hinaus Raum für eine weiterführende Diskussion und einen intensiven Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Über die gesamte Konferenz hinweg wurde insbesondere der Frage nachgegangen, wie demokratische Gesellschaften ihre eigene Geschichte interpretieren und inwieweit historische Narrative ihrerseits gegenwärtige demokratische Institutionen und Werte prägen können.
Insgesamt bot die Konferenz ein wertvolles interdisziplinäres Forum zur Auseinandersetzung mit dem komplexen Verhältnis von Geschichte, Demokratie, Wahrheit und politischer Verantwortung. Durch die Zusammenführung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie weiteren relevanten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen europäischen Universitäten und Institutionen regte die Konferenz zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den aktuellen Herausforderungen der Demokratie an und unterstrich zugleich die Bedeutung eines historischen Bewusstseins für die Zukunft demokratischer Gesellschaften.