„An der Grenze“: Migration aus Venezuela im Norden von Brasilien

Expertengespräch

Flucht und Migration sind derzeit auch in Lateinamerika eine große Herausforderung. Insbesondere die tiefe politische, wirtschaftliche und soziale Krise in Venezuela macht sich in den Ländern der Region bemerkbar. In den vergangenen Jahren haben mehr als 2,5 Millionen Venezolaner ihr Land verlassen. Seit 2015 sind etwa 175.000 davon nach Brasilien eingereist. Die Botschaft der Föderativen Republik Brasilien und die Konrad-Adenauer-Stiftung luden zum Expertengespräch mit Vertretern der interministeriellen Gruppe, die sich um die Erstaufnahme und Versorgung dieser Flüchtlinge kümmert.

„Lassen Sie uns diese Gelegenheit nicht verpassen!“

von Annette Schwarzbauer

Botschafter der MERCOSUR-Staaten und Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion setzen sich für EU-MERCOSUR ein

Seit fast zwei Jahrzehnten wird über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Wirtschaftsbündnis MERCOSUR (Gemeinsamer Markt des Südens mit den Vollmitgliedern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) verhandelt. Ein Abkommen mit dem MERCOSUR hätte angesichts der derzeitigen protektionistisch ausgerichteten Politik der USA nicht nur eine handelspolitische sondern auch eine hohe strategische Bedeutung. Der Wert dieses Handelsabkommens würde das Achtfache des mit Kanada geschlossenen Handelsabkommens CETA und das Vierfache des Volumens des jüngsten Abkommens mit Japan betragen.

Der Talanoa Dialog der brasilianischen Zivilgesellschaft

von Marina Caetano

Ideenaustausch über den Klimawandel und die Rolle Brasiliens

Vetreter der brasilianischen Zivilgesellschaft diskutierten am 27. September über den Klimawandel und seine Auswirkungen. Die Veranstaltung wurde von ICLEI (Kommunalregierungen für Nachhaltigkeit), der brasilianischen Klimabeobachtungsstelle, dem WWF Brasilien und Vereinigung der nationalen Bürgermeister mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert.

15. Internationale Sicherheitskonferenz "Forte de Copacabana"

von Diogo Winnikes

International Crisis Management

Bereits zum 15. Mal stand Rio de Janeiro auch dieses Jahr wieder ganz im Zeichen der Internationalen Sicherheitskonferenz “Forte de Copacabana”. Zu diesem Anlass kamen am 21. September Politiker, Militärs, Diplomaten und Akademiker aus Europa und Lateinamerika zusammen, um über sicherheitspolitische Herausforderungen zu diskutieren. Organisiert wurde die größte internationale Sicherheitskonferenz Lateinamerikas von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und dem Brasilianischen Zentrum für Internationale Beziehungen (CEBRI) mit Unterstützung der Delegation der Europäischen Union in Brasilien.

2. Vorbereitungstreffen für die XV. Internationale Sicherheitskonferenz “Forte de Copacabana”

von Diogo Winnikes

Perspektiven und Herausforderungen für das internationale Krisenmanagement

Experten und Vertreter verschiedener Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen diskutierten internationale Sicherheitsfragen speziell im Hinblick auf das internationale Krisenmanagement als Vorbereitung für die XV. Internationale Sicherheitskonferenz „Forte de Copacabana“, die am 21. September 2018 in Rio de Janeiro stattfinden wird

„Ein Fenster, das sich geöffnet hat“ – Korruptionsbekämpfung in Brasilien

von Annette Schwarzbauer , Jan Woischnik

Brasiliens Superwahljahr 2018

Brasilien, das größte Land Lateinamerikas, erlebt nicht nur die stärkste Wirtschaftskrise seiner Geschichte, sondern auch eine massive politische Vertrauenskrise. Die Aufklärung des „Lava Jato“-Korruptionsskandals zieht immer weitere Kreise in Brasiliens Wirtschaft und Politik. 2014 begann die Staatsanwaltschaft der Stadt Curitiba im Süden Brasiliens, das größte Korruptionsnetzwerk der Geschichte des Landes aufzudecken, das nach einem Geldwäschelokal „Lava Jato“ (dt. Autowäsche) benannt wurde.

Studien- und Dialogprogramm zur Korruptionsprävention und –bekämpfung: Brasilianische Korruptionsermittler in Berlin

Infolge des größten Korruptionsskandals in der brasilianischen Geschichte, bekannt unter dem Namen Lava-Jato (dt. Autowäsche), befindet sich die größte Demokratie Südamerikas in einer massiven politischen Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise. Seit nunmehr vier Jahren ermitteln couragierte und mutige Strafverfolger bis in höchste Kreise in Brasiliens Politik und Wirtschaft. In den Anklageschriften beziffert die Staatsanwaltschaft die Höhe der Schmiergeldzahlungen auf umgerechnet fast 2 Mrd. Euro. 125 Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt.

Die Rolle der Jugend in der politischen Erneuerung Brasiliens: Herausforderungen und Möglichkeiten im Superwahljahr 2018

Angesichts der Tatsache, dass Korruption die Demokratie stark bedroht und die Wahlen 2018 Brasilien eine Chance zur Erneuerung bieten, hielten die Konrad-Adenauer-Stiftung in Brasilien und die Jugendorganisation der DEM, KAS-Partnerpartei, vom 22. bis 23. Juni in Recife das Seminar "Superwahljahr 2018: Die Rolle der Jugend in der politischen Erneuerung Brasiliens" für politische Nachwuchskräfte ab.