Lesung

Gelobtes Neuseeland. Fluchten bis ans Ende der Welt

Autorenlesung und Gespräch mit Freya Klier

Details

In der Zeit nationalsozialistischer Verfolgung verschlug es deutsch-jüdische Emigranten, wie zum Beispiel den Schriftsteller Karl Wolfskehl oder den Philosophen Karl Popper nach Neuseeland. Sie zählen zu den Wenigen, die es trotz der restriktiven Einwanderungspolitik geschafft haben, dort aufgenommen zu werden. Zwischen 1933 und 1939 gelang dies nur 900 deutschen und österreichischen Flüchtlingen - und auch nach Kriegsbeginn war die neuseeländische Regierung eher an Immigranten mit Geld oder wenigstens handwerklicher, besser noch einer medizinischen Ausbildung interessiert. Die Autorin hat sich auf die Spur dieser Menschen begeben und ist dabei auf sehr unterschiedliche Schicksale gestoßen.

Freya Klier, geboren 1950 in Dresden, kam nach der Verhaftung ihres Vaters im Alter von drei Jahren ins Kinderheim. 1968 scheiterte ihr Versuch der Republikflucht, sie wurde zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach vorzeitiger Entlassung und Arbeit als Theaterregisseurin war Klier 1980 Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung. Später folgte Berufsverbot, 1988 wurde sie schließlich zusammen mit Stephan Krawczyk und anderen Bürgerrechtlern verhaftet und unfreiwillig ausgebürgert. Sie lebt heute als Autorin und Filmregisseurin in Berlin. Publikationen u. a.: "Abreiß-Kalender. Ein deutsch-deutsches Tagebuch" (1988), "Lüg Vaterland. Erziehung in der DDR" (1990), "Die Kaninchen von Ravensbrück" (1994), "Penetrante Verwandte" (1996), "Wir Brüder und Schwestern" (2000), "Oskar Brüsewitz" (2004).

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Veranstaltungsort

Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungswerk Bremen, Marinistr. 25, Bremen

Referenten

  • Freya Klier
    • Schriftstellerin und Regisseurin
      • Berlin
        Kontakt

        Reinhard Wessel

        Reinhard Wessel bild

        Wissenschaftlicher Mitarbeiter

        Reinhard.Wessel@kas.de +49 511 4008098-15 +49 511 4008098-9