Veranstaltungsberichte

Brüssel-Exkursion

von Ralf Altenhof, Magda Marszalek

Europa- und sicherheitspolitisches Seminar. Für Lehrer und Multiplikatoren.

Exkursion nach Brüssel

Etwa 30 Lehrer, Multiplikatoren der politischen Bildung und Freunde der Konrad-Adenauer-Stiftung nahmen an der diesjährigen Brüssel-Exkursion des BWK Bremen teil. Dabei ging es darum, den Teilnehmern sowohl das Thema Europa- und Sicherheitspolitik als auch das Leben in der „Hauptstadt Europas“ näher zu bringen.

Der erste Programmpunkt galt dem Besuch des Europäischen Parlaments. Dort erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die Aufgaben und Ziele, Chancen und Probleme des Parlaments. Zu den Letzteren gehört etwa die gegenläufige Entwicklung zwischen der sinkenden Beteiligung an den Europawahlen und der zunehmenden Bedeutung der Brüsseler Legislative. Das Treffen endete mit einer Besichtigung des Sitzungssaals des Parlaments. Danach folgte ein Besuch der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen bei der EU. Wiewohl im Nachbargebäude die Hamburgische Vertretung untergebracht ist, die auch die Interessen Schlewig-Holsteins vertritt, hält sich die Kooperation zwischen beiden Einrichtungen in Grenzen.

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Die Teilnehmer der Brüssel-Exkursion im Europäischen Parlament

Eine Stadtrundfahrt bot die Möglichkeit, in die Brüsseler Geschichte und Gegenwart einzutauchen - vom Männeken Pis bis zum Atomium. Dabei wurde deutlich, dass ausgerechnet in der „Hauptstadt Europas“ ein Sprachenstreit zwischen Flamen und Wallonen herrscht. Während eines Abendessens in der Nähe des Brüsseler Triumphbogens referierte Nikolas Busse, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Brüssel, über seine Arbeit. Im Laufe des Vortrages wurde viel über die aktuellen Probleme in der EU gesprochen. Busse kritisierte die häufigen Streitigkeiten der Politiker ums Geld. „Es geht nicht um das Geld, sondern um die Verabschiedung von Gesetzen, welche die Bürger unmittelbar betreffen“, so Busse.

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Im Hauptquartier der NATO

Am nächsten Tag stand der Besuch des Militärischen Hauptquartiers (SHAPE) der NATO in Mons/Bergen im Mittelpunkt. „SHAPE“ steht für „Supreme Headquarters Allied Powers Europe” und agiert unter dem Motto: „Vigilia Pretium Libertatis”: Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit. Zwei Vorträge und ein Panel mit NATO-Vertretern führten zu einer angeregten Diskussion u.a. über die NATO-Einsätze in Afghanistan und die Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias. Eine Rundfahrt durch SHAPE schloss diesen Programmpunkt ab. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Arbeit des Brüsseler Europabüros der KAS. Der Besuch bei der Europäischen Kommission galt der „Hüterin der Verträge“.

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