Veranstaltungsberichte

KAS-Altstipendiatentreffen 2013

Die KAS-Altstipendiaten stellen eine wichtige Stütze des KAS-Länderprogramms China dar. Ganzjährig werden die KAS-Altstipendiaten vor Ort in Dialogprogramme der Stiftungsbüros in Peking und Shanghai eingebunden.

Die KAS-Altstipendiaten stellen eine wichtige Stütze des KAS-Länderprogramms China dar. Das verbindende Moment der Persönlichkeiten, deren breitgefächerte Expertise von Germanistik über Internationale Beziehungen, Wirtschaft, Rechtswissenschaft, Chemie bis zu Politik reicht, ist der Studienaufenthalt in Deutschland.

Die ehemals Geförderten bleiben der Konrad-Adenauer-Stiftung auch nach dem erfolgreich abgeschlossenen Studium eng verbunden. Ganzjährig werden die KAS-Altstipendiaten vor Ort in Dialogprogramme der Stiftungsbüros in Peking und Shanghai eingebunden. Wie in den vergangenen Jahren stellt das KAS-Altstipendiatentreffen, das in diesem Jahr turnusmäßig vom Pekinger Stiftungsbüro unter Leitung von Thomas Awe organisiert wurde, den Höhepunkt des Austauschprogramms dar. Von den rund 10.000 ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten weltweit betreuen die 9 Mitarbeiter der KAS-Repräsentanzen in China über 100 chinesische Altstipendiaten vor Ort.

Der Austragungsort des diesjährigen KAS-Altstipendiaten-Dialogprogramms, die chinesische Grenzstadt Dandong – nur durch ein schmales Flussbett von Nordkorea getrennt – stimulierte die intensive Diskussion über das hochaktuelle Thema der Entwicklung und Aussicht der chinesisch-nordkoreanischen Beziehungen, sowie die geopolitische Implikation für die Region. Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm bleibt ungelöst und drohte in der Vergangenheit schon mehrmals zu eskalieren. Die KAS-Stipendiaten diskutierten mit deutschen Experten welche Anpassungen in der chinesischen Nordkorea-Politik in Zukunft zu erwarten sind.

In diesem Diskurs kommt Europa (im Besonderen Deutschland) eine wichtige Rolle zu. Ob sich die EU/Deutschland als neutraler Akteur in Zukunft ambitionierter in den sicherheitspolitischen Diskurs in Nordostasien einbringen sollte, war eine weitere Fragestellung, der sich die Teilnehmer der Tagung annahmen.

Aktuelle Trends der europäisch/deutsch-chinesischen Partnerschaft (in den Feldern der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft) wurden nicht ausgeklammert und im Kontext der Ergebnisse der Bundestagswahl 2013 analysiert.

Generalkonsul Jens-Peter Voss, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Shenyang, war von 2006-2008 an der Deutschen Botschaft Pjöngjang tätig und eröffnete die Tagung mit seinem Impulsvortrag über die Entwicklung Nordkoreas hinter den Kulissen. Die intensive Debatte setzte sich nach dem Beitrag von Prof. Hans-Alexander Kneider fort, der als Professor an der Hankuk University of Foreign Studies (HUFS) und der Graduate School for Interpretation and Translation (GSIT) in Seoul tätig ist. In seinem multimedialen Beitrag ging Prof. Kneider auf deutsches Wirken in Ostasien, speziell Korea im ausgehenden 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein.

Die aktuelle Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen bildete den zweiten Themenschwerpunkt der Tagung. Thomas Awe, Leiter des KAS-Auslandsbüros Peking, sowie Dr. Peter Hefele, Leiter des Stiftungsbüros in Shanghai, nahmen zu den interessierten Nachfragen der KAS-Altstipendiaten bezüglich der Implikationen der Bundestagswahl und den intensiven Koalitionsverhandlungen in Deutschland Stellung.

Ansprechpartner

Michael Winzer

Michael Winzer bild

Leiter des Auslandsbüros in Peking/China

Michael.Winzer@kas.de +86 10 6462 22 -07 / -08 +86 10 6462 22 09