Veranstaltungsberichte

Die Pazifik-Allianz unter Perus Präsidentschaft: Herausforderungen und Chancen

Desayuno "Agenda Internacional"
Am 28. August veranstalteten das Institut für Internationale Studien der Katholischen Universität Perus und die Konrad-Adenauer-Stiftung das zweite Frühstück aus der Reihe „Internationale Agenda“.

Das Expertengespräch, an dem Politiker und Experten der internationalen Beziehungen teilnahmen, , diente dem Zweck aktuelle Herausforderungen und Chancen der Pazifik-Allianz zu thematisieren, die sich seit diesem Juli für ein Jahr unter peruanischer Präsidentschaft befindet und ermöglichte vor diesem Hintergrund den Austausch und das Entwickeln von Ideen für die Zukunft der Organisation.

Im Gespräch wurden zehn wichtige Herausforderungen diskutiert und in einem Thesenpapier zusammengetragen. Es standen einige administrative Punkte zur Diskussion, wie zum Beispiel die Errichtung eines eigenen Sekretariats der Allianz zur besseren internen Koordination und Zusammenarbeit mit Drittstaaten. Es wurde beschlossen die bis dato recht informelle Organisation zu reformieren, ein einheitliches und verbindliches System von Benennungen und Posten einzuführen und so die die Arbeit der Allianz effizienter zu gestalten.

Weitere Beschlüsse, wie die Förderung des intraregionalen Handels durch den Abbau von Handelsschranken oder den Ausbau von Projekten mit Beobachterstaaten wurden gefasst. Die zukünftige Gestaltung von Beitrittsverhandlungen mit Betonung auf beidseitigen Nutzen wurde ebenfalls als Herausforderung identifiziert. Besonders die Eingliederung Ecuadors in die Pazifikallianz soll vorangetrieben werden. Zum einen erlangt die Allianz so geografische Konstanz, zum anderen kann deutlich gemacht werden, dass auch die Vernetzung mit in sich abgeschlossenen Wirtschaftsräumen wie dem Mercosur, einem südamerikanischer Wirtschaftsverbund, angestrebt wird. Es wurde außerdem betont, dass die Verbesserung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ein Hauptziel der Allianz sei, genauso wie die Demokratieförderung in der Region.

Abschließend wurde noch einmal appelliert am Erfolgsrezept der Pazifikallianz festzuhalten und Probleme ohne Ideologie, dafür mit Pragmatismus und dem Fokus auf den Handel und Investitionen, anzugehen.