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活动情况介绍

Wege in eine nachhaltige Zukunft

Workshop zur Regionalentwicklung im ländlichen Raum in Yunnan, Südwestchina

Vom 16. bis 19. April fand in der südwestchinesischen Provinz Yunnan ein gemeinsamer Expertenworkshop des Shanghai-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Shanghaier Social Enterprise Business Ecology statt.

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Vom 16. bis zum 19. April fand in der südwestchinesischen Provinz ein viertägiger Expertenworkshop statt, der gemeinsam vom Shanghai-Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Shanghaier Social Enterprise Business Ecology durchgeführt wurde.

 

Ziel dieser Zusammenarbeit war es, Experten aus den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenzubringen, um gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung im Jinsha-Flusstal, einem Hochgebirgstal entlang dem Oberlauf des Yangtse-Flusses, zukunftsfähige Revitalisierungskonzepte zu entwickeln. Die interdisziplinäre Gruppe brachte eine Vielzahl an Perspektiven zusammen. Experten der Tongji-Universität Shanghai und der Xi’an Jiaotong Liverpool University Suzhou brachten aktuelle Forschungserkenntnisse ein, während Wirtschaftsvertreter und Kulturschaffende ihre praktische Erfahrungen beisteuerten.

 

Begleitet wurde der Prozess vor Ort maßgeblich durch lokale Vertreter, unter anderem dem Dorfkomitee des Dorfes Wumu. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbindung von Umweltschutz und räumlicher Gestaltung der Siedlungen im Tal.

 

Professor Dong Nannan von der Tongji Universität, Experte für Landschaftsplanung und Design skizzierte, wie Ansätze um die lokale Flora und Fauna gezielt wiederbelebt, und eine Revitalisierung des Ökosystems im Tal, aussehen könnten. Da die Region über die Jahre stark unter klimatischen Veränderungen gelitten hat, besteht hierfür eine besondere Dringlichkeit. Das Austrocknen kleiner Nebenzweige des Jinsha Flusses hat dazu geführt, dass das gesamte Tal heute unter extremer Trockenheit leidet.

 

Ein wesentlicher Teil des Workshops bestand darin, die lokalen Traditionen der Volksgruppe Naxi, einer ethnischen Minderheit in China mit langer Siedlungsgeschichte zwischen tibetischem Hochland und den südchinesischen Bergregionen, verstehen zu lernen. Während gemeinsamer Exkursionen wurde die tiefe Verbindung zwischen den kulturellen und religiösen Vorstellungen der Bewohner und der Natur deutlich.

 

Trotz der tiefen Verwurzelung der Naxi in ihrer ökologischen Umgebung wurde vor dem Hintergrund der klimatischen Herausforderungen die Dringlichkeit deutlich, die Naturlandschaft vor den negativen Folgen des Klimawandels und der Entwaldung zu schützen. Wumu steht dabei beispielhaft für die strukturellen Herausforderungen Westchinas. Zwar hebt der kontinuierliche Ausbau der Verkehrswege die geografische Isolation auf, führt jedoch gleichzeitig zur Abwanderung der Jugend.

 

Die Diskussionen im Rahmen des Workshops ergaben, dass eine konsequente industrielle Transformation notwendig sein wird, um die Naxi-Kultur langfristig zu erhalten. Ohne wirtschaftliche Perspektive vor Ort drohen die sozialen Strukturen geschwächt zu werden, da viele junge Leute ihre Dörfer verlassen haben. Ein zentrales Thema war daher die Suche nach verbesserten Rahmenbedingungen, etwa durch den Bau einer Grundschule, um junge Familien mittelfristig im Tal halten zu können. Der Wegzug junger Menschen bedroht nämlich auch die ökologische Stabilität, da die Verödung der über 1500 Jahre alten Reisterrassen das lokale Mikroklima bereits spürbar verändert hat.

 

Um die Identität der Naxi zwischen Moderne und Tradition zu bewahren, wurden im Rahmen der Diskussionen konkrete Lösungsansätze diskutiert. Diese reichten von der Sicherstellung der Qualitätsstandards lokaler Agrarprodukte, über  Business-to-Business-Partnerschaften mit städtischen Unternehmen, bis hin zur Stärkung der dörflichen Struktur als gemeinsamem Wirtschaftsraum, etwa durch den Ausbau der lokalen Infrastruktur.

 

Abschließend waren sich die Beteiligten einig, dass die wirtschaftliche Transformation nur im Einklang mit der Natur gelingen kann. Durch einen Fokus auf Ökotourismus in Kooperation mit Reiseagenturen und die Reaktivierung der traditionellen Landwirtschaft könnte das Tal zu einem Vorbild für nachhaltige Entwicklung werden. Das Zusammenspiel aus moderner Wirtschaft, passenden Rahmenbedingungen und dem Erhalt der Kulturtraditionen bilden den Schlüssel, um die Zukunft der Menschen im Jinsha Flusstal dauerhaft zu sichern.

 

 

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David Merkle
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