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Investigative Reporter aus Serbien und Bosnien-Herzegowina mit CEI SEEMO Award ausgezeichnet

1. Okt. 2014


Bereitgestellt von: Medienprogramm Südosteuropa


Auch verfügbar in English

Brankica Stanković gewinnt in Kategorie "Professionelle Journalisten". Sadeta Fišić, Jovana Kljajić und Maida Salkanović (CIN Sarajevo) werden in Rubrik "Junge professionelle Journalisten" ausgezeichnet. Besondere Erwähnung für ukrainische Reporterin Anna Babinets.

Die Zentraleuropäische Initiative (CEI) und die Südosteuropäische Medienorganisation (SEEMO) haben in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) die Gewinner des "CEI SEEMO Award for Outstanding Merits in Investigative Journalism" 2014 bekannt gegeben: Brankica Stanković in der Rubrik "Professionelle Journalisten" sowie Sadeta Fišić, Jovana Kljajić und Maida Salkanović in der Rubrik "Junge professionelle Journalisten".

Brankica Stanković wurde für ihre beruflichen Leistungen und ihren großen Einsatz in der investigativen Berichterstattung ausgezeichnet, die sie unter sehr schwierigen Bedingungen erbracht hat. Die 1975 in der serbischen Hauptstadt Belgrad geborene Reporterin ist Journalistin bei TV B92 und verantwortlich für die Sendung "Insajder", die seit 2004 ausgestrahlt wird. Stanković recherchierte und produzierte viele Beiträge, die sich mit sensiblen und politisch hochaktuellen Themen befassen: Organisiertes Verbrechen, Korruption sowie Verbindungen zwischen Mafia, Politik und Unternehmen. Nachdem sie eine Vielzahl an Todesdrohungen erhielt, steht sie seit Dezember 2009 unter Polizeischutz. Trotz dieser Umstände hat Stanković ihr Engagement in der investigativen Berichterstattung fortgesetzt und die Wahrheit über Macht und Korruption in Serbien weiter gesucht. 2013 veröffentlichte TV B92 Stankovićs Autobiographie "Insajder, moja prica" ("Insider: Meine Geschichte"), die ihre genaue Herangehensweise in der investigativen Berichterstattung darlegt. Momentan ist Stanković außerdem an Trainings und anderen Bildungsmaßnahmen beteiligt, in denen sie ihr Wissen und ihre persönlichen Erfahrungen weitergibt.

Sadeta Fišić, Jovana Kljajić und Maida Salkanović vom Zentrum für investigative Berichterstattung (CIN) in Sarajevo (Bosnien-Herzegowina) wurden für ihre gemeinsames Engagement in investigativer Berichterstattung ausgezeichnet, das in dem Beitrag "A Dear Cost of Having a Roof over your Head" zu sehen ist. Die jungen Reporterinnen befassten sich mit Mut und Sorgfalt mit einem problematischen Thema - der Misshandlung von Kindern in Pflegefamilien – was zu bemerkenswerten Recherche-Ergebnissen führte. Die Veröffentlichung ihrer Geschichte löste Reaktionen in der Öffentlichkeit aus und die Reporterinnen erhielten Drohungen. Dennoch entschieden sie sich, mit ihren Recherchen fortzufahren. Sie arbeiten momentan an einer Fortsetzung der Veröffentlichung. Sadeta Fišić wurde 1988 in Konjic, Jovana Kljajić 1991 in Mrkonjić Grad und Maida Salkanović 1991 in Tuzla geboren.

Stanković und das Team der CIN-Journalistinnen erhalten die von der CEI bereitgestellten Preisgelder (4000 Euro beziehungsweise 1000 Euro) bei der größten regionalen Medienkonferenz South East Europe Media Forum (SEEMF), die am 16. und 17. Oktober in Skopje, Mazedonien, unter dem Titel "Media in South East Europe: not enough or too much information?" stattfindet.

Eine besondere Erwähnung erfährt die ukrainische Reporterin Anna Babinets. Die Koordinatorin und Journalistin der Agentur für investigativen Journalismus, Slidstvo.Info, untersucht die Korruption in der Ukraine. Vor allem als Reporterin für Hromadske.TV war Babinets auch als Bericht-erstatterin aktiv, als die EuroMaidan-Proteste in Kiew begannen. Ihre Arbeit ist aufgrund des Mutes, den sie während einiger der gewalttätigsten Proteste zeigte, bemerkenswert.

38 Nominierungen aus 14 Ländern wurden in diesem Jahr eingereicht. Dies unterstreicht die Relevanz und den Einfluss des Wettbewerbs in der Region.

Die Bewerbungen wurden von den drei organisierenden Institutionen begutachtet – unter Koordination von Oliver Vujović (SEEMO), Barbara Fabro (CEI) und Christian Spahr (KAS-Medienprogramm Südosteuropa) sowie mit fachlicher Beratung durch die Jurymitglieder und investigativen Journalisten Besar Likmeta (Albanien), Saša Leković (Kroatien) und Adrian Mogos (Rumänien).

Kontakt:

Zentraleuropäische Initiative (CEI) E-Mail: press@cei.int, Web: www.cei.int

KAS Medienprogramm Südosteuropa E-Mail: media.europe@kas.de, Web: www.kas.de/medien-europa

Südosteuropäische Medienorganisation (SEEMO) E-Mail: basis@seemo.org, Web: www.seemo.org

Für Informationen zur SEEMF kontaktieren Sie bitte info@seemo.org und folgen uns auf Twitter: @seemf - @seemofreemedia - @CEI_Secretariat - @KASmediaSEE


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