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Das Medienprogramm Südosteuropa der Konrad-Adenauer-Stiftung hat ein neues Fachbuch veröffentlicht: "Conflict reporting in the smartphone era – from budget constraints to information warfare".

Kriegshandlungen wie in der Ukraine und in Syrien beeinflussen im großen Maße die europäische Außen- und Innenpolitik, unter anderem im Umgang mit Flüchtlingen und der islamischen Welt, aber auch gegenüber Großmächten wie Russland. Kriegsberichterstattung hat auch deshalb wieder an Bedeutung gewonnen. Zugleich hat sie sich stark verändert. Denn die heutigen Kriege haben oft keine klar identifizierbaren Gegner mehr, sondern mehrere und neuartige Kriegsparteien. Zudem werden die Konflikte mit massiver Propaganda in den sozialen Medien geführt.

Reporter müssen sich jedoch nicht nur mit neuen Arten der Kriegsführung auseinandersetzen, sondern auch steigende Anforderungen erfüllen. "Der Kostendruck im Medienmarkt führt dazu, dass Reporter immer mehr Themen und größere Gebiete abdecken müssen, und die Beschleunigung durch das Internet verlangt immer schneller verfügbare Texte und Multimedia-Beiträge", sagt Christian Spahr, Leiter des KAS-Medienprogramms Südosteuropa. Aufgrund kleinerer Budgets sehen sich Redaktionen dazu gezwungen, nicht mehr eigene festangestellte Journalisten zu entsenden, sondern stattdessen die Arbeit von Freelancern zu nutzen. Dies geschieht oft zu Lasten der Sicherheit der Journalisten, etwa wenn diese größere Risiken eingehen, indem sie an Schutzausrüstung und Unterstützung vor Ort sparen.

Das Buch "Conflict reporting in the smartphone era – from budget constraints to information warfare" zeigt deshalb nicht nur bestehende Empfehlungen internationaler Organisationen, sondern auch neue Trends in der Krisenberichterstattung auf. Zusätzlich geben die Autoren wie Susanne Glass, Christian Mihr, Aidan White und Ruslan Trad Ratschläge für eine sichere, professionelle und ethische Berichterstattung aus Krisengebieten. Die Publikation richtet sich deshalb an Journalisten, die von dort unter schweren Arbeitsbedingungen berichten. Die vorliegende Publikation wurde als Buchprojekt im Anschluss an die KAS-Konferenz "Die Wahrheit stirbt zuerst – Journalisten in Krisengebieten" in Sofia im Jahr 2015 initiiert. Die Konferenz brachte Experten aus Südosteuropa, Deutschland und der Ukraine zusammen, um neue Tendenzen in der Kriegsberichterstattung zu diskutieren und Empfehlungen zu formulieren.

Hier finden Sie den Veranstaltungsbericht.

Das Buch ist hier zum Download verfügbar.


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