Veranstaltungsberichte

„Mit mir nicht!“

von Sarah Röhr

Lichtenberger Gespräch

Ein neues, attraktives Restaurant, ein erweiterter Eingangsbereich, neue exotische Tierlandschaften – im Tierpark Berlin sind zahlreiche Änderungen und Umbauten zugange. Unter dem Aspekt: „Mit Elan voran – neue Entwicklungen im Tierpark“ zeigte Dr. Andreas Knieriem, seit 2014 Geschäftsführer des Tierparks Berlin, die neuen Ansätze zur Umgestaltung des Tierparks auf.

Nachdem der Berliner Tierpark 2013 kurz vor der Insolvenz stand, wurde ein ambitionierter und zielgerichteter Aktionsplan ins Leben gerufen, der das Lichtenberger Wahrzeichen wieder für diverse Besuchergruppen anziehend gestalten soll.

Für eine solche Umwandlung habe der Tierpark auch die besten Voraussetzungen, so Knieriem. Mit einer Fläche von 160 Hektar ist er der größte Landschaftstierpark Europas. Und mit mehr als einer Million Besuchern jährlich ist er nicht nur wirtschaftlich für Berlin bedeutsam, vielmehr kennzeichnet ihn auch die hohe emotionale Bindung mit den Bürgerinnen und Bürgern.

So betonte der Abgeordnete Danny Freymark, wie wichtig der Tierpark für Lichtenberg und seine Bewohner ist und wie dringlich die geplanten Veränderungen auch in der Politik wahrgenommen werden müssen. Mit einem erweiterten Zulauf an internationalen Besuchern und neuen Attraktionen, etwa dem Nachtbesuch oder den Märchenstunden, entwickelt sich der Berliner Tierpark zunehmend zum Impulsgeber für neue Trends in der Stadtentwicklung und steigert die Attraktivität des Standorts Lichtenberg.

Die erzielten Ergebnisse zeigen, wie gut Knieriems Plan bislang aufgegangen ist: 2015 besuchten 1,2 Millionen Besucher den Tierpark Berlin, gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 4%. Auch finanziell arbeitet das Unternehmen wirtschaftlicher. Erstmalig schrieb man 2015 wieder schwarze Zahlen und konnte damit neue Investitionen tätigen. Ebenso wurden verschiedene Konzepte für Besuchergruppen gezielt erarbeitet, so gibt es vergünstigte Jahreskarten für Familien, eintrittsfreie Tage für Sozialhilfeempfänger und Gruppenvergünstigungen für Schulklassen.

Auf die Nachfrage, ob die Ticketpreise nicht noch weiter gedrückt werden könnten, erwiderte Knieriem rigoros: „Mit mir nicht!“. Wer gut arbeiten und wirtschaften wolle, müsse einen angemessenen Preis (12€ für einen Erwachsenen am Tag) verlangen dürfen. Nur so könne die Zukunft gestaltet und die Mitarbeiterstruktur beibehalten werden.

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Christian Schleicher

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