Veranstaltungsberichte

Engagement fängt in der Schule an

von Lisa Altenpohl
An der Gustav-Heinemann-Oberschule ist in dieser Woche die Ausstellung „In der Wahrheit leben. Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition im 20. Jahrhundert“ der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung eröffnet worden. Bei einer Podiusmdiskussion, die die Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stiftung 20. Juli 1944 durchführte, wurde besonders auf den Vorbildcharakter der Widerstandskämpfer für Jugendliche hingewiesen.

In dem Gespräch „20. Juli 1944 – Vermächtnis und Zukunftsauftrag“ stellten Annette von Schlabrendorff und Prof. Dr. Robert von Steinau-Steinrück, die beide für die Stiftung 20. Juli 1944 tätig sind, ihre persönlichen Bezüge zu dem Thema Widerstand dar. Die Großväter der beiden engagierten sich während des Zweiten Weltkrieges im Kampf gegen Hitler.

Vor allem durch anschauliche Beispiele gelang es ihnen, den rund 50 Schülern, die sich zur Ausstellungseröffnung einfanden, das Thema näher zu bringen. So erklärte von Steinau-Steinrück, wie schwierig die Organisation des Widerstands war: „Die Treffen mussten ja geheim bleiben und es durften auch keine Schriftstücke angefertigt werden - und all das technische und multimediale Equipment, was uns heute zur Verfügung steht, gab es ja damals noch nicht.“

Neben all den historischen Daten und Fakten wurden auch Bezüge zur heutigen Zeit hergestellt. So ermutigte von Schlabrendorff die Schüler: „Engagement fängt schon in der Schule an, wenn man sieht, dass jemand gemobbt wird, dann kann man eingreifen, der Person zur Seite stehen und sie unterstützen.“

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Christian Schleicher

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Stellvertretender Leiter Politische Bildungsforen und Leiter Politische Bildungsforen Nord

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