Centropa / Shendl Copitman Kovnatskiy

Veranstaltungsberichte

Lehrerinnen- und Lehrerseminar mit CENTROPA in Berlin

von Ludwig Schulz

Building Bridges Between Germany and Israel

Jeweils etwa ein Dutzend Lehrerinnen und Lehrer aus deutschen und israelischen Schulen nahmen von 24. bis 27. September 2021 an einem Fortbildungs- und Austauschprogramm in Berlin und Hamburg teil, das die Organisation Centropa zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und weiteren Partnern zum wiederholten Mal ausrichtete. Centropa hat es sich zur Aufgabe gemacht, die jüdischen Geschichte Europas im 20. Jahrhundert über Publikationen, Medien und Öffentlichkeitsarbeit sowie Bildungsmaßnahmen in Erinnerung zu halten.

Im Rahmen der Sommerschulen mit Centropa kommen deutsche und israelische Lehrerinnen und Lehrer zusammen, lernen diese Geschichte gemeinsam kennen und setzen sich mit aktuellen Themen und Fragestellungen auseinander. Das Erlernte und die Erfahrungen sollen didaktisch für den Unterricht nutzbar gemacht werden, damit nachwachsende Generationen die Erinnerung an das Geschehene zu bewahren helfen. Ferner werden gemeinsam Ideen für Projekte und Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern bzw. Schulklassen und Schulen beider Länder entwickelt.

Auf dem diesjährigen Programm standen neben den Informationsinhalten von Centropa, wie etwa dem Programm Jewish Oral History Education oder dem Einsatz des Films „Von Frankfurt nach Tel Aviv“ über die ausgewanderte Jüdin Erna Goldmann, Exkursionen zum Mahnmal der ermordeten Juden Europas und zur Ausstellung Topographie des Terrors; ferner das Centrum Judaicum sowie das Berliner Scheunenviertel und das Bayerische Viertel. Stimmungsvoller Höhepunkt war zugleich ein gemeinsamer Shabbat-Gottesdienst in der Berliner Synagoge Pestalozzistraße. In Hamburg folgten weitere Spaziergänge auf den Spuren jüdischen Lebens in der Freien und Hansestadt sowie ein Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutscher und israelischer Erinnerungskulturen. Gerade der Faktor Migration wird – in früheren Biographien Betroffener ebenso wie in gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Bezügen und Debatten – zunehmend von zentraler Bedeutung und ein Bindeglied für Austausch und Zusammenarbeit.

Ansprechpartner

Ludwig Schulz

Ludwig Schulz

Referent in der Abteilung Naher Osten und Nordafrika

ludwig.schulz@kas.de +49 30 26996 -3602 +49 30 26996 -53602