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Hohe Erwartungen an Merkels elften China-Besuch

Vom 24. bis 25. Mai 2018 wird Dr. Angela Merkel zum elften Mal in ihrer Funktion als Bundeskanzlerin die Volksrepublik China besuchen. Auf ihrer ersten China-Reise in der neuen Legislaturperiode wird die Kanzlerin von einer 18-köpfigen hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet. Neben Terminen in Peking steht auch ein eintägiger Besuch in der südchinesischen Wirtschaftsmetropole Shenzhen an.

In der Hauptstadt trifft Merkel zunächst auf den chinesischen Premierminister Li Keqiang, der im vergangenen Jahr Deutschland besuchte. Beide werden im Laufe des ersten Besuchstages eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Anschließend stehen dann ein Gespräch sowie ein Abendessen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping an. Bei den Terminen wird es vorrangig um die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen gehen, die sich weiter auf einem guten Weg befinden. Hierbei könnten jedoch auch kritischere Punkte, wie zum Beispiel der gegenseitige Marktzugang und der Schutz geistigen Eigentums, angesprochen werden. Da sich beide Länder für den Freihandel und gegen Protektionismus aussprechen, dürften auch die derzeitigen globalen handelspolitischen Entwicklungen thematisiert werden. Im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik streben beide Länder eine Aufrechterhaltung des Atomabkommens mit dem Iran an, weshalb ein beidseitiges Bekenntnis zur Fortsetzung der Gespräche mit dem Iran zu erwarten ist.

Am Freitag, den 25. Mai, reist Bundeskanzlerin Merkel schließlich in die Wirtschaftsmetropole Shenzhen in der südlichen Guangdong-Provinz. Die oft als chinesisches Silicon Valley bezeichnete Wirtschaftsregion gilt als Hochburg chinesischer Innovationen. Neben Gesprächen mit der Provinzregierung wird Merkel unter anderem an der Eröffnung eines Innovation Hubs der deutschen Außenhandelskammer teilnehmen sowie ein Siemens-Werk und ein chinesisches Start-up-Unternehmen besuchen.