Auf dem Programm in Shanghai standen Gespräche mit Forschungseinrichtungen, mit Fachexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Rechtspraxis, sowie der Besuch eines Social Innovationparks im Shanghaier Stadtteil Pudong. Hier wurden unter anderem Projekte zur Verbesserung sozialer Serviceangebote vorgestellt. Diskutiert wurden dabei auch die Angebote digitaler Plattformen zur Arbeitsvermittlung, Bildungsangebote für Kinder von Wanderarbeitern sowie Pilotprojekte zur sozialen Integration in urbanen Communities.
In einem Fachgespräch mit Expertinnen und Experten der Shanghaier Akademie für Sozialwissenschaften wurden globale Flucht- und Migrationsfragen, Chinas Blick auf die Erfahrungen in anderen Regionen und Ländern, sowie Trends der Binnenmigration diskutiert.
Einblicke in die Dynamiken der Provinz Guangdong – Internationale Migration im Fokus
Die zweite Etappe der Gespräche führte nach Zhuhai und Guangzhou in der Provinz Guangdong, wo es sich in den Gesprächen auch um die Herausforderungen im Wettbewerb um Talente drehte. Insbesondere zeigte sich, dass der rasch voranschreitende wirtschaftliche Transformationsprozess im Süden des Landes strukturelle Veränderungen mit sich bringt und gleichzeitig die Herausforderungen des demographischen Wandels den Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte auch zwischen den Metropolen der Region (Greater Bay Area) anfachen.
Durch die Gespräche konnten verschiedene Facetten von Migration innerhalb Chinas, aber auch mit Blick auf die globale Dimension von Migration adressiert werden. Dabei wurde deutlich, dass der Fokus der Diskussionen derzeit primär auf der inländischen Dimension von Migration liegt, etwa auf Fragen der Reform des Haushaltsregistrierungssystems, während weitergehende Perspektiven schrittweise an Bedeutung gewinnen.