Veranstaltungsberichte

Integrierte Entwicklung des Jangtse-Deltas und Norddeutschlands: Erfahrungen und Zusammenarbeit

von Dr. Chengzhan Zhuang, Dr. Heiko Herold

Workshop mit der Tongji-Universität

Am 24. Juni 2022 organisierte das KAS-Büro Shanghai in Kooperation mit dem Deutschland-Forschungszentrum der Tongji-Universität einen Workshop zur „Integrierten Entwicklung des Jangtse-Deltas und Norddeutschlands: Erfahrungen und Zusammenarbeit“.

Am 24. Juni 2022 organisierte das KAS-Büro Shanghai in Kooperation mit dem Deutschland-Forschungszentrum der Tongji-Universität einen Workshop zur „Integrierten Entwicklung des Jangtse-Deltas und Norddeutschlands: Erfahrungen und Zusammenarbeit“.

Der Workshop gliederte sich in drei Panels: Im ersten Panel fassten die Dozenten die makroökonomischen und handelspolitischen Beziehungen zwischen China und Deutschland zusammen. Im zweiten Panel vermittelten die Experten Erfahrungen zur regionalen Zusammenarbeit aus Norddeutschland und der Jangtse-Delta-Region. Im dritten und letzten Panel analysierten Dozenten aus Industrie- und Handelskreisen die bisherigen Kooperationserfahrungen Norddeutschlands und Chinas im Prozess der Integration des Jangtse-Deltas sowie potenzielle zukünftige Kooperationsmöglichkeiten auf praktischer Ebene.

Professor Dr. Michael Staack, Co-Direktor des Instituts für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg und Professor ZHENG Chunrong, Direktor am Deutschland-Forschungszentrum (DFZ) der Tongji-Universität eröffneten den Workshop mit einem Rückblick auf die deutsch-chinesischen politischen Beziehungen aus deutscher bzw. chinesischer Perspektive. Die anschließenden Präsentationen von Dr. Margot Schüller, Senior Research Fellow am German Institute for Global and Area Studies (GIGA) und Prof. Dr. DING Chun, Direktor am Centre for European Studies der Fudan-Universität konzentrierten sich auf die Überprüfung und Klärung der chinesisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen.

Professor Dr. WANG Zhen, Vizepräsident der Shanghai Academy of Social Sciences (SASS), gab als erster Dozent des zweiten Panels einen Überblick über die integrierte Entwicklung des Jangtse-Deltas aus der Perspektive der wirtschaftlichen, sozialen und nachhaltigen Entwicklung. Er beschrieb auch die aktuellen Probleme bei der Integration der Jangtse-Delta-Region, wie etwa die Kluft zwischen städtischen und ländlichen Gebieten, oder Barrieren, die durch unausgewogene Entwicklung verursacht werden. Anschließend stellte Wolfgang Schmidt, Head of International Affairs of the City of Kiel & Union of the Baltic Cities (UBC) Executive Board Member, die Zusammenarbeit zwischen norddeutschen und anderen Städten im Ostseeraum im Kontext der Union of the Baltic Cities vor. Professor Dr. ZENG Gang, Director of Research Center for the Yangtze River Delta Regional Integration (Innovative Research Base of Social Science in Shanghai), bewertete den aktuellen Entwicklungsstand des Jangtse-Deltas in den Bereichen Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung. Dr. ZHU Yufang, Research Fellow am DFZ der Tongji-Universität, präsentierte eine vergleichende Studie über die gemeinsame Entwicklung Norddeutschlands und die Integration des Jangtse-Deltas.

Auf dem dritten Panel stellte SHI Xiaoqiang, President of the China Three Gorges Investment Management Co., Ltd., die mögliche zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem Jangtse-Delta und Norddeutschland aus Sicht chinesischer Energieunternehmen vor. WANG Lu, Leiterin Bremeninvest China, stellte die Wasserstoffstrategie des Landes Bremen im Rahmen der norddeutschen Wasserstoffinitiative HY-5 vor, die das Potenzial für eine Kooperation mit China biete. PAN Hua, Leiterin des Hamburg Liaison Office Shanghai, illustrierte die Zusammenarbeit zwischen dem Jangtse-Delta und Norddeutschland am Beispiel der Städtepartnerschaft von Shanghai und Hamburg. Timm Rohweder, Referent Greater China der Abteilung Außenwirtschaft an der Handelskammer Hamburg, beschrieb die Zusammenarbeit zwischen dem Jangtse-Delta und Norddeutschlands aus der Perspektive Hamburgs.

Im Rahmen des Workshops wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der norddeutschen Städtekooperation und Chinas integrativer Kooperation in der Jangtse-Delta-Region herausgearbeitet. Sowohl die Dozenten als auch die Teilnehmer profitierten vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch und der Vernetzung untereinander.

Kontakt

Dr. Heiko Herold

Heiko Herold

Leiter des Auslandsbüros Shanghai

heiko.herold@kas.de