Veranstaltungsberichte

Die große Aliya. Ehemalige Sowjetbürger in Israel

Vortrag und Gespräch mit Chaim Noll.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Ebenezer Hilfsfonds Deuschland e. V.

Herr Kaasmann begrüßte herzlich alle Gäste. Nach der musikalischen Einführung mit I-en Liu (Klavier) und Johanna Schürmann (Klarinette) sprach Johanna Schürmann über den russischen Komponisten Dmitri Schostakovitsch und über den Einfluss der jüdischen Geschichte und Volksmusik auf seine Werke. Danach wurde das Wort an den Referenten Chaim Noll übergeben.

Herr Noll berichtete über die Sowjetbürger, die nach Israel ausgewandert sind. Der Referent hat sich mit dem Begriff „Aliya“ auseinandergesetzt. Die Aliya ist ein hebräisches Wort, das die Einwanderung nach Israel bedeutet. Für Juden bedeute es „einen spirituellen Aufstieg“, so Noll.

Der Referent erzählte über die Lage der Juden in der Sowjetunion nach dem zweiten Weltkrieg. Zwischen 1948 – 1953 richtete Stalin eine neue Kampagne gegen Juden, die den Namen „Kampagne gegen Kosmopolitismus und Zionismus“ trug. 1948 wurde das Rückkehrergesetz in Israel verabschiedet. Laut des Gesetzes können diejenigen, die einen jüdischen Großelternteil haben, nach Israel auswandern und die israelische Staatsangehörigkeit bekommen. Obwohl es viele Hemmungen in der Sowjetunion gab, kamen trotzdem zwischen den Jahren 1950 und 2000 über 1 Mio. Juden aus den ehemaligen Sowjetrepubliken nach Israel.

Herr Noll berichtete über das Leben der ehemaligen Sowjetbürger in Israel und hat im Anschluss zusammengefasst, dass die russische Aliya sehr erfolgreich war und sehr viel Gewinn für Israel gebracht hat.

Ansprechpartner

Dr. Karolina Vöge

Portrait Frank Karl Soens

Regionalbeauftragte für Norddeutschland

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