Veranstaltungsberichte

Europas Grenzen im 21. Jahrhundert

Vortrag und Diskussion mit Birgit Schnieber-Jastram, MdEP.

Nachdem Herr Dr. Dahlke die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Referentin begrüßt hatte, begann diese mit Ihrem Vortrag. Frau Schnieber-Jastram erwähnte zunächst einige wichtige und auch für die Teilnehmer interessante Punkte des Vertrags von Lissabon und was dieser für das EU-Parlament zu bedeuten hat. Dabei sieht Frau Schnieber-Jastram als größte Herausforderung die gemeinsame Bewältigung der Wirtschaftskrise. Aber nicht nur die Wirtschaft sei ein gemeinsames Interesse der Mitgliederstaaten, auch Themen wie Umwelt, Klima und Sicherheit stünden ganz oben auf der Agenda. Zurückkommend auf das EU-Parlament betonte die Referentin, dass kein anderes Parlament so breit gefächert sei wie das Europäische. Besonders die Sprachenvielfalt, die große Zahle der verschiedenen Interessen und vieles mehr waren Punkte, die die Referentin in diesem Zusammenhang erwähnte. Insgesamt habe sich jedoch die Aufgabenlage der EU in den letzten Jahren stark verändert. Mit dem Fall der Mauer hätten sich die Schwerpunkte verschoben und andere Grenzen seien nun zu bewältigen.

Einen weiteren Punkt, den Frau Schnieber-Jastram ansprach, war, dass man die große Vielfalt und Komplexität der Gesetze beachten müsse, mit denen sich die EU in langwierigen und mühsamen Prozeduren beschäftigt. Das EU-Parlament träge eine große Verantwortung. Außerdem wäre Europa heute mehr als eine ökonomische Veranstaltung, sondern auch ein Ort der Freiheit und vieler Möglichkeiten. In Bezug auf Hamburg sagte die Referentin, dass die Stadt natürlich auf der einen Seite finanziell von der EU profitieren würde, auf der anderen aber auch ideell viel bekäme und auch selbst in europaweiten Organisationen, die ihren Sitz in Hamburg haben, erarbeitete. So sei Hamburg in diesem Jahr Grüne Hauptstadt Europas geworden.

Abschließend betonte Frau Schnieber-Jastram, dass die Bürger aller Mitgliedstaaten eine starke, gemeinsam-handelnde Union bräuchten, die jedem Einzelnen ein gutes, sicheres Gefühl gäbe unter den Prämissen von Freiheit und Verantwortung. Zur Erreichung dieses Ziels wäre es unbedingt notwendig, dass die einzelnen Länder auch in Zukunft auf multilateraler Ebene zusammen arbeiten, um die globalen Herausforderungen in den einzelnen Politikfeldern zu bewältigen.

Im Anschluss an den Vortrag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit Fragen zu stellen und das Gehörte mit der Referentin zu diskutieren.

Ansprechpartner

Dr. Karolina Vöge

Portrait Frank Karl Soens

Regionalbeauftragte für Norddeutschland

karolina.voege@kas.de +49 40 21985084 +49 40 2198508-9
Birgit Schnieber-Jastram eigenes Foto
Birgit Schnieber-Jastram eigenes Foto