Publikationen

Lettland steht vor dem Staatsbankrott

Die Regierung verhandelt über einen Notkredit mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds

Die EU muss nach Ungarn nun auch Lettland mit einem Milliardenkredit aus höchster finanzieller Not helfen. Im Gegenzug verpflichtet sich das Land zu einem rigorosen Anpassungsprogramm, das die Sanierung der Staatsfinanzen vorsieht. Die lettische Regierung sieht die Notwendigkeit für diesen Schritt in der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise begründet, die nun auch die lettische Volkswirtschaft trifft. Das Wirtschaftswachstum schrumpfte im dritten Quartal um 4,3 Prozent. Bei der nach wie vor hohen Inflationsrate droht die Arbeitslosigkeit dramatisch zu steigen. Die Leistungsbilanz weist ein Rekorddefizit aus; der lettische Lat verliert an den internationalen Devisenmärkten an Wert. Ein Großteil dieser Entwicklung indes ist hausgemacht. Die Letten haben in den vergangenen Jahren weit über ihre Verhältnisse gelebt.

Christlich-Jüdischer Dialog

Der Pastor der deutschen-evangelischen Gemeinde in Lettland, Dr. Martin Grahl, beschreibt und fordert den Dialog, die Zwiesprache zwischen Juden und Christen. Er geht dabei der Frage nach, wie sich die beiden Religionen begegnen und welche Wirkungen sich dadurch entfalten.Das Büchlein, das in lettischer und russischer Sprache publiziert wurde, soll den christlich-jüdischen Dialog in Lettland befördern sowie die Erkenntnis über die gemeinsame prägende Kraft beider Konfessionen auf die Geschichte und Traditionen Europas stärken.

Führungswechsel bei Volkspartei

Auf ihrem 11. Parteitag hat die Lettische Volkspartei (Tautas Partija) den 38jährigen Innenminister Mareks Seglinš mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der ehemalige Ministerpräsident und zuletzt amtierende Vorsitzende der Volkspartei, Aigars Kalvitis, hat nicht mehr kandidiert.

„Hey Russia, hands off Georgia!”

Reaktionen aus den Baltischen Ländern auf den Krieg in Georgien

Einhellig und eindeutig verurteilen Politiker und Presse in den Baltischen Ländern den Einmarsch russischer Truppen in Georgien als Aggression Moskaus. Die englischsprachige Baltic Times fasst die Stimmung in den Baltischen Ländern in einem Satz zusammen: „Hey Russia, hands off Georgia!“.

Europa im Wandel

Brücken bauen in Europa

Dokumentation der Internationalen Fachtagung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Lettischen Universität vom 19.-22. April 2007 in Riga - Der Titel kann über das Auslandsbüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Riga bezogen werden.

Im Zentrum: Menschenwürde

Politisches Handeln aus christlicher Verantwortung. Christliche Ethik als Orientierungshilfe

Technischer Fortschritt, der an ethische Grenzen stößt, Globalisierung, Arbeitslosigkeit, demographische Veränderungen und die Bedrohungen von Sicherheit und Frieden erfordern eine nachhaltige Politik und machen den Orientierungsbedarf unübersehbar. Dazu hat ein Kreis von dreizehn Vertretern der evangelischen Sozialethik und der katholischen Soziallehre ein Grundsatzpapier erarbeitet, mit dem die Konrad-Adenauer-Stiftung Orientierung für politisches Handeln geben möchte.

Folgt auf die „singende Revolution“ die „Regenschirmrevolution“ in Lettland?

Lettland befindet sich in der schwersten Regierungskrise seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahre 1991.

Für den 5. Dezember hat Premierminister Aigars Kalvitis den Rücktritt seiner Regierung angekündigt. Vorausgegangen waren die größten Demonstrationen in der jungen Geschichte des unabhängigen Lettlands.

Estland, Lettland, Litauen - bereit für den Schengen-Raum?

Für die drei Baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen gehören der Beitritt zum Schengen- Raum und die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro zu den zwei wichtigsten nächsten Schritten auf dem Weg zur vollständigen Integration in die Europäische Union. Während die Ländern für die Einführung des Euro noch erhebliche Anstrengungen auf dem Felde der Wirtschafts-, Haushalts- und Finanzpolitik leisten müssen, um die notwendigen Kriterien zu erfüllen, rückt die Abschaffung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen, die den Kern des Schengen-Acqius bildet, in greifbare Nähe. Der Beitritt zum Schengen-Raum könnte zu Beginn des kommenden Jahres erfolgen. Damit würden die drei Baltischen Länder einen weiteren wichtigen Besitzstand der EU übernehmen können.

Lettland: Dunkle Wolken über der Wirtschaft?

Inflation und Leistungsbilanzdefizit gefährden den Baltischen Tigerstaat

Lettland hat einen neuen Staatspräsidenten

Amtszeit von Vaira Vike-Freiberga geht zu Ende

Bereits im ersten Wahlgang konnte der Kandidat der Regierungskoalition, der Arzt Valdis Zatlers 58 Stimmen auf sich vereinen. Er wurde damit am 31. Mai 2007 zum siebten Staatspräsidenten Lettlands gewählt. Der Gegenkandidat Aivars Endzins, erhielt 38 Stimmen.