Veranstaltungsberichte

Symposium

European Union: History, Law and Institutions

Am Donnerstag, dem 13. Dezember 2012 fand an der Universität Birzeit in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung Ramallah ein Symposium zu dem Thema „European Union: History, Law and Institutions“ statt, in dessen Rahmen Studierende des Ibrahim Abu-Lughod Institute of International Studies (IALIIS) ihre für ein EU-Modul verfassten Abschlussarbeiten vorstellten und diskutierten.

Das halbtägige Symposium fand unter der Leitung von Herrn Roger Heacock, Professor für Geschichte am IALIIS, statt. In zwei Einheiten präsentierten sechs herausragende Studentinnen und Studenten des Instituts ihre Seminararbeiten, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der EU-Außenpolitik befassten: diese reichten vom Umgang der Europäischen Union mit israelischen Siedlungsprodukten über das Verhältnis zu anderen globalen Akteuren wie China und den Vereinigten Staaten bis hin zu aktuellen europäischen Herausforderungen wie der Schuldenkrise, einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und arabischer Emigration nach Europa. Im Anschluss an die Präsentationen wurden die Arbeiten von akademischen und beruflichen EU-Experten, darunter Marc Franco, dem ehemaligen Leiter der europäischen Delegation in Kairo, und Gianmatteo Arena, dem gegenwärtigen EU-Koordinator für die palästinensische Polizei, kommentiert. Die Experten gaben konstruktive Kritik bezüglich Methodologie und Schlussfolgerungen der Abschlussarbeiten sowie deren Vortragsweise und diskutierten verschiedene in den Präsentationen aufgeworfene Fragen und Probleme der EU-Außenbeziehungen. Nach jeder Einheit hatte das Publikum Gelegenheit, zu den Vorträgen Stellung zu nehmen und Fragen zu stellen. Besonderes Interesse bestand von Seiten der Hörerschaft an dem Handel der EU und ihrer Mitgliedsstaaten mit israelischen Siedlungen im Westjordanland, einem äußerst kontroversen und derzeit viel diskutierten Thema. Die innovative Idee, Studierende ihre Forschungsarbeiten öffentlich präsentieren, diskutieren und von Experten kommentieren zu lassen und somit aktiv in den akademischen Diskurs einzubeziehen, war ein voller Erfolg.

Ibrahim Abu-Lughod Institute of International Studies (IALIIS) Ibrahim Abu-Lughod Institute of International Studies (IALIIS)