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CAMPUS KONRAD ADENAUER :: Nachwuchspolitiker und politische Kommunikation, Workshop in Buenos Aires

Campus Konrad Adenauer

Vom 12. bis 15. November trafen sich auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. Nachwuchspolitiker der bolivianischen Partnerpartei Demócratas mit argentinischen Politikern der Partnerpartei PRO und der Regierungsallianz Cambiemos, um Kommunikationsstratgeien zu erlernen.

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Rückblicke auf den Campus von Andres Palacios de Cochabamba aus Bolivien

Die Motivation der Teilnehmer war groß, als sie in der Parteizentrale der argentinischen Regierungspartei PRO in Buenos Aires herzlich willkommen geheißen wurden. Man könne schließlich viel von Mauricio Macris Partei und deren Wahlstrategien lernen, nachdem die Regierungsallianz Cambiemos bei den Parlamentswahlen in Argentinien einen so überragenden Sieg errungen hat.

„Unsere Partei hat das politische Modell unseres Landes verändert“ unterstrich Federico Morales, Staatssekretär für zivilgesellschaftliche Angelegenheiten. In seinem Vortrag präsentierte Morales die Wahlkampfstrategien seiner Partei und betonte, dass man professionell agieren müsse: Improvisation sei keine gute Idee, man müsse die verschiedenen Etappen einer Wahlkampagne gut durcharbeiten, die Wählerschaft untersuchen, Strategien ausarbeiten und die Ergebnisse sorgfältig analysieren.

Ebenso betonte Morales, dass man Kommunikationskanäle strategisch während politischer Kampagnen benutzen sollte und dass ein starkes Kommunikationsteam nicht zu unterschätzen sei. Daraufhin sprach er von der Wahlkampagne der Partnerpartei PRO, in der eine Hundertschaft junger, motivierter Mitglieder des Regierungsbündnisses Cambiemos eifrig gearbeitet hat, um den Wahlsieg von 2015 zu wiederholen.

Einen tieferen Einblick in moderne Parteistrukturen und Freiwilligenarbeit in der Politik gab Gonzalo Turdera, der landesweit Verantwortliche für die Mobilisierung der Wähler von PRO. Er erläuterte, dass Bürgernähe immer eine Priorität seiner Partei gewesen sei, und dass man den Kontakt mit nationalen und provinziellen Kandidaten nicht unterschätzen sollte. „Unsere Arbeit bei Pro zielte von Anfang an darauf ab, einen direkten Kontakt 1:1 zu jedem Wähler aufzubauen. Deshalb haben wir uns bei der Entwicklung von bürgernahen Wahlkampfstrategien von Anfang an ins Zeug gelegt“, so Turdera. „Nähe wahren, neue Führungskräfte identifizieren und die Parteistruktur stetig stärken, sind jetzt die Ziele unserer Partei“ erläuterte er zum Schluss.

Auch der argentinische Politikberater Augusto Reina unterstrich, wie wichtig es für Politiker sei, bürgernahe Ziele in ihre Politik einzubeziehen. Dies sei der einzige Weg, um an die Gesellschaft heranzukommen. „Die Wählerschaft hat sich in den letzten paar Jahren auf Grund des Internets deutlich verändert, und Politiker müssen daran arbeiten, ihre Ziele klar auszudrücken, um das Vertrauen der Bürger zu gewinnen“, so Reina. „Im Wahlkampf braucht es einfache, simple Botschaften. Das ist nicht der Moment für die Kommunikation neuer komplexer politischer Projekte“, schlussfolgerte der Berater.

Wie man „likes“ am besten in Stimmen verwandelt, hob der Politikberater und Digitalexperte Máximo Reina in seinem Vortrag über verschiedene digitale Kanäle hervor. Es sei äußerst wichtig, verschiedene Zielgruppen zu identifizieren, um seine Strategien anzupassen. „Vor allem Facebook erlaubt eine erstaunlich gezielte Ansprache, je nach den Interessen des Einzelnen“ erläuterte der Experte. Jedoch müsse man sich auch darüber im Klaren sein, dass die sozialen Medien ständige Veränderungen in der Politik verursachen, was dazu führe, dass Politiker sich konstant anpassen und zugleich weiterhin professionell agieren sollten, so Reina. Im Rahmen dieser Aussage unterstrich er, wie soziale Netzwerke am effektivsten von politischen Kandidaten und Parteien genutzt werden können.

Daraufhin folgte ein Vortrag vom Kommunikationsteam der Partnerpartei PRO, in dem deren verschiedenen Strategien in den sozialen Netzwerken vorgestellt wurden. Je mehr Aktivität, Interaktion, und Protagonismus, desto höher sei die Partei im Ranking der sozialen Netzwerke gestiegen. Dies bewiesen die Wahlkampfleiter, in dem sie die inhaltliche Arbeit der PRO darstellten und die Statistiken der Parlamentswahlen analysierten. Anschließend folgte eine Diskussionsrunde, in der sich die Nachwuchspolitiker der bolivianischen Partnerpartei Demócratas mit den argentinischen Experten nochmals austauschen konnten, und ihre Ideen für die Zukunft ihrer Partei diskutierten.

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