Veranstaltungsberichte

Mein Land und die sozialen Netzwerken

Reflexionen : Akademische Tage

Die 19 jungen Leute des Internationalen Seminars Politische Kampagnen in sozialen Netzwerken arbeiteten in Teams und präsentierten den anderen Teilnehmern eine Analyse der sozialen Netzwerke in jedem Land. Wir teilen die wichtigsten diskutierten Punkte.

CHILENISCHE JUGEND IN SOZIALEN NETZWERKEN

Chile - Evelyn Navarro und Francisca Martínez

-28 % der chilenischen Bevölkerung sind der Meinung, dass die sozialen Netzwerke nicht zur politischen Beteiligung dienen, 23 % glauben, dass die sozialen Netzwerke nur die Illusion einer Beteiligung erzeugen, und 21 % glauben, dass sie eine politische Beteiligung ermöglichen.

die Illusion erwecken, dass man sich beteiligt, und 21 % glauben, dass man sich tatsächlich an der Politik beteiligen kann.

-Die Chilenen haben das zweitgrößte Misstrauen gegenüber politischen Parteien in der Region.

-Junge Chilenen

26 % sind daran interessiert, mit Freunden und Familie über Politik zu sprechen, 23 % sind daran interessiert, sich über Politik zu informieren, 61 % glauben, dass man den Menschen im Allgemeinen nicht vertrauen kann, 7 % vertrauen den Ministern der Regierung und 4 % den Regierungsparteien.

61 % der jungen Menschen sind der Meinung, dass soziale Netzwerke ein besseres Instrument sind als Wahlen, um die Forderungen der Menschen bekannt zu machen.

DIE ARGENTINISCHE JUGEND IN DEN SOZIALEN NETZWERKEN

Argentinien - Rosario Rutilo und Cecilia Méndez

-Kontext:

Wie kommen die Argentinier dazu, eine Rolle in den sozialen Netzwerken zu spielen?

Durch die massive Ausweitung des Internets seit dem 21. Jahrhundert sind junge Menschen nicht mehr nur Zuschauer, sondern Protagonisten, die aktiv debattieren und sich informieren.

Neudefinition des Zusammenhangs zwischen Jugend und Politik

Nach der Krise von 2001 entdeckten die jungen Menschen die Verbindung wieder und definierten das Individuum und das Kollektiv neu.

Sie lassen ihre Kritik beiseite und werden Teil der politischen Parteien.

- Aktualität

59 % der Argentinier haben ein Facebook-Konto.

38 % der Argentinier geben an, noch nie einen Internetzugang gehabt zu haben.

-Transformation

Soziale Netzwerke werden nicht mehr nur als Werbemittel genutzt, sondern als Instrument der demokratischen Beteiligung.

-Stellungnahmen zur politischen Partizipation

22 % der Argentinier sind der Meinung, dass das Internet ihnen die Möglichkeit gibt, sich an der Politik zu beteiligen, während 27 % der Meinung sind, dass das Internet die Illusion erweckt, dass sie sich an der Politik beteiligen können, und 12 % sind der Meinung, dass das Internet nicht als Instrument für die politische Beteiligung dient.

-Schlussfolgerungen:

Argentinien ist das drittgrößte Land der Welt, in dem die Nutzer durchschnittlich 9,1 Stunden pro Monat im Internet verbringen, wie eine 2013 durchgeführte Umfrage ergab.

Facebook ist das führende soziale Netzwerk, dessen Nutzer 94 % ihrer Zeit online verbringen.

 

KOLUMBIENS JUGEND IN SOZIALEN NETZWERKEN

Kolumbien - Marcos Gómez und Daniel Paris

Der Vortrag von Kolumbien basierte auf der aktiven und massiven Nutzung sozialer Medien durch junge Menschen in sozialen Netzwerken.

Sie setzen auch Aufklärungskampagnen zur Verhinderung von Teenagerschwangerschaften in Kolumbien ein, was sie als recht innovativ bezeichneten, da die Partei in dieser und anderen Fragen als sehr konservativ gilt.

-8 von 10 Kolumbianern nutzen das Internet

-6 von 10 nutzen soziale Netzwerke

45 % haben ein Twitter-Konto und 98 % haben ein Facebook-Konto.

-In Kolumbien ist es auch sehr üblich, dass Politiker soziale Netzwerke, insbesondere Twitter, als erstes und wichtigstes Kommunikationsmittel nutzen, um über lokale Nachrichten zu berichten.

 

URUGUAYISCHE JUGEND IN SOZIALEN NETZWERKEN

Uruguay- Gonzalo Baroni, Verónica González, Alejandro Lemos und Emiliano Metediera

-Wie wird die Nutzung sozialer Netzwerke wahrgenommen?

51 % der Uruguayer nutzen soziale Netzwerke, einer der höchsten Anteile in der Region.

Nur 16 % der Uruguayer sind der Meinung, dass soziale Netzwerke für die Politik nicht nützlich sind.

Vierundzwanzig Prozent sagen, dass sie nur die Illusion erwecken, dass sie sich an der Politik beteiligen, während 23 Prozent der Meinung sind, dass sie ein wirksames Mittel zur Beteiligung an der Politik darstellen.

14 % der Uruguayer nutzen die Netze, um sich über Politik zu informieren, 12 %, um politische Ideen auszutauschen.

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat Facebook oder Twitter noch nie genutzt, um sich über Politik zu informieren.

-Uruguay in der Region

Die Uruguayer sind weniger geneigt, auf die Straße zu gehen und gegen verschiedene Themen zu protestieren.

-Wahlkampf

Die Präsidentschaftskandidaten der letzten Wahlen haben Geld in soziale Netzwerke investiert, aber der aktuelle Präsident war der einzige, der weder Facebook noch Twitter hat.

-Jugendliche in den Netzwerken

Obwohl sich die jungen Uruguayer durch ihr völliges Desinteresse an der Politik auszeichnen, haben wir in der letzten Kampagne eine jugendliche Beteiligung in den sozialen Netzwerken festgestellt, da sie einen Weg gefunden haben, sich aktiv mit der Politik zu beschäftigen und sich zu beteiligen.

 

DIE BOLIVIANISCHE JUGEND IN DEN SOZIALEN NETZWERKEN

Bolivien - Rodrigo Guzmán und Tomas Monasterio

Nach den Daten der Volkszählung 2012 sind 25 von 100 Bolivianern junge Menschen, 29,8 % leben in Santa Cruz.

Die neuen Informationstechnologien (IKT) sind bereits Teil des täglichen Lebens junger Menschen: 72 % der Jugendlichen verfügen über ein Festnetztelefon, 29 % über einen Computer und 12,1 % über einen Internetanschluss.

-Das Internet in Bolivien gilt als das langsamste, teuerste und ineffizienteste in Südamerika.

56 % der Bevölkerung nutzen das Internet regelmäßig.

85 % der Bevölkerung, die das Internet nutzt, ist zwischen 13 und 25 Jahre alt.

Internetnutzer gehen 22 Mal im Monat für jeweils mehr als 2 Stunden online.

Frauen nutzen soziale Netzwerke eher zu 90 %, bolivianische Männer zu 97 %.

-97 % der Bolivianer bevorzugen Facebook als wichtigstes Netzwerk, Twitter 10 %.

 

MEXIKOS JUGEND IN SOZIALEN NETZWERKEN

Mexiko - Alejandro Limón und Daniel Torres

Aktuelle Situation

-Mexiko ist mit 98,2 % in den sozialen Netzwerken vertreten und rangiert mit 24,9 Millionen Besuchern an zweiter Stelle, wobei vor allem junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren aktiv sind.

-Die Nutzer sozialer Netzwerke in Mexiko sind die treuesten in Lateinamerika: Mehr als 35 % der Follower eines Accounts kehren jeden Monat zurück, um mit ihm zu interagieren.

-Unter den Top 5 steht die Politik an zweiter Stelle, gefolgt von Politik/Nachrichten als Informationsmittel.

-Regierung

In Mexiko ist das Bild des Präsidenten in den Netzwerken nicht sehr beliebt, da es im nationalen virtuellen Spektrum häufig angegriffen, beleidigt und parodiert wird.

Im Allgemeinen sind die sozialen Netzwerke von Politikern sehr seriös und langweilig, es fehlt ihnen an einer Vermenschlichung ihrer Inhalte, und alles, was in ihnen veröffentlicht wird, scheint keine Persönlichkeit zu haben.

Gegenwärtig sind die Netze zum Medium für potenzielle Kandidaten geworden, um ihre Ambitionen auf ein Amt darzulegen, wie im Fall von Hillary Clinton (USA) und Margarita Zavala (Mexiko).

 

BRASILIENS JUGEND IN DEN SOZIALEN MEDIEN

Brasilien - Bruno Alves und Bruno Kazuhiro

"Das Internet als Konstrukt der öffentlichen Politik".

Die wichtigsten Punkte, die in dieser Präsentation festgelegt wurden, waren die folgenden:

-Lokaler Kontext: Veränderung in den letzten 10 Jahren.

Veränderungen im Sozialverhalten

Das Internet als Konstrukt der öffentlichen Politik

-Das Internet revolutioniert fast alle lokalen Wirtschaftszweige, darunter auch Musik, Kino usw.

-Entwicklung der Art und Weise, wie sich Menschen im Internet beteiligen.

Z.B.: Obamas Fall im Jahr 2008, wo argumentiert wird, dass das Internet die Art und Weise, wie Politik gemacht wird, verändert hat.

-Krise des mangelnden Vertrauens in die Institutionen:

Wunsch nach Beteiligung, insbesondere bei jungen Menschen

Suche nach neuen Wegen, um Veränderungen zu erreichen

-Einige Möglichkeiten, das Internet zu nutzen.

Mobilisierung der Bürger mit neuen Technologien

Es ist ein Mittel, um Vorschläge zu machen und zu debattieren

-Regierungen und das Internet

Transparenz

Öffentliche Daten

Digitale Beteiligung

-Arten der Beteiligung

Siehe

Informieren Sie

Aktivieren Sie

Zusammenarbeiten

Entscheidungsfindung

 

VENEZUELAS JUGEND IN SOZIALEN NETZWERKEN

Venezuela- Vanessa Sánchez

-2007 erschien YouTube als erstes Internet-Kommunikationsmedium.

-Im Jahr 2008 stieg die Nutzung von Facebook um 1000 %.

-2009 stieg Twitter um 1000 %, womit Venezuela zu den Top 3 in Lateinamerika gehörte.

-94 % der Bevölkerung Venezuelas leben in städtischen Gebieten, 50 % von ihnen haben Zugang zum Internet und 25 % zu sozialen Netzwerken.

Venezuela ist das drittgrößte Land der Welt mit den meisten Twitter-Nutzern, das sechstgrößte Land in Lateinamerika mit den meisten Stunden, die die Internetnutzer online sind (20 Stunden), und Politik ist das zweitbeliebteste Gesprächsthema der Venezolaner.

Twitter ist heute wahrscheinlich eines der einfachsten Social-Media-Tools für den Einsatz in der Regierungskommunikation. Es ermöglicht die Übermittlung von kurzen 140-Zeichen-Nachrichten an ein breites Publikum, auch über die Grenzen eines Landes hinaus.

-Twitter ist eher ein internes Konsuminstrument als ein Instrument der Diplomatie.

Soziale Netzwerke wie Twitter werden von politischen Entscheidungsträgern in Nord-, Mittel- und Südamerika im Allgemeinen als Instrument genutzt, das es ihnen ermöglicht, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, sich darüber zu informieren, worüber im Netz gesprochen wird, und ihre Sicht der Realität, einschließlich ihrer Menschlichkeit, zu teilen.

-Twitter ist ein Mikrofon, kein Lautsprecher.

-Lateinamerikanische Präsidenten, die auf ihren Twitter-Accounts aktiver sind, haben verstanden, worum es bei diesem Instrument geht, dass sie Gespräche führen und es zur Interaktion mit der Realität nutzen sollten. Der größte Vertreter dieses Beispiels ist der verstorbene Präsident Chávez, der Twitter nutzte, um mehr als 3,6 Millionen Follower zu sammeln, die ihm Nachrichten und politische Aktionslinien schickten, was ihm bei seiner Wiederwahl am 7. Oktober 2012 half.

Abschließende Schlussfolgerungen:

Die Mehrheit der lateinamerikanischen Bevölkerung betrachtet die sozialen Netzwerke als ein Mittel, um sich zu beteiligen, Vorschläge zu machen und sich über Politik zu informieren, und sie halten die Netzwerke für ein effektiveres und glaubwürdigeres Kommunikations- und Informationsmittel als manche Medien.

-Jugendliche sind diejenigen, die soziale Netzwerke am häufigsten als Mittel zur politischen Integration in der Region nutzen.

-Die am häufigsten genutzten Netzwerke für die Vernetzung sind Facebook und Twitter.