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Veranstaltungsberichte

Politik und Umwelt: die große Herausforderung für die Menschheit

Rezension des Erscheinens der Sonderausgabe von Diálogo Político in Santiago, Chile, 16. Oktober 2019

Das Lastarria-Viertel ist eine der attraktivsten Stadtteile Santiagos: In seinen Straßen herrscht ein lebhaftes kulturelles Leben, und es gibt zahlreiche Möglichkeiten für alle Geschmäcker und Interessen. Es ist ein Viertel, das zum Vergnügen einlädt, aber auch zum Nachdenken, zur Diskussion und zum Dialog; mit anderen Worten, es ist ein Raum, in dem die Bürgerschaft in all ihren Ausprägungen gelebt wird. Deshalb finde ich es nicht verwunderlich, dass das Team des Dialogo Político dort einen Treffpunkt eingerichtet hat, um über ein Thema zu diskutieren, das alle angeht und zusammenführt: die Rolle der Politik in Bezug auf den Klimawandel. Das Treffen fand am Mittwoch, den 16. Oktober, statt.

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In den Räumen der Casa O de Lastarria wurde die jüngste Ausgabe der von der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegebenen Zeitschrift Diálogo político vorgestellt. Unter dem Titel Politik und Umwelt luden die Herausgeber und Autoren die Öffentlichkeit ein, über die Rolle der Politik bei einem für die Menschheit so problematischen Thema wie der Umweltzerstörung nachzudenken. Diese Ausgabe, die im Rahmen der Klimawoche vorgestellt wurde, ist jetzt online verfügbar und kann unter dem folgenden Link kostenlos heruntergeladen werden. 

Einer der Redner, Pablo Badenier, ehemaliger chilenischer Umweltminister, sagte, das Umweltproblem sei politisch. Daher müssen wir alle über die gemeinsame Verantwortung nachdenken, die jede Regierung, jede Gewerkschaft, jede NRO und jede Bürgerin und jeder Bürger im Allgemeinen übernehmen muss, um die völlige Zerstörung unseres Planeten zu verhindern.

Er wies auch mit Sorge auf die Entfremdung zwischen Wissenschaftlern und Politikern hin. Laut Badenier haben die Erstgenannten bereits die Risiken und möglichen Lösungen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung dargelegt. Jetzt ist es wichtig, dass die Politiker ihre Rolle wahrnehmen und die entsprechenden Entscheidungen treffen. 

Nicole Stopfer, Direktorin des Regionalprogramms für Energiesicherheit und Klimawandel in Lateinamerika, war ebenfalls bei der Vorstellung von Politik und Umwelt anwesend. In Deutschland ist die Klimapolitik Ländersache und daher werden in Deutschland derzeit die Einführung einer CO2-Steuer und die Ausweitung des Emissionshandels diskutiert. Mehr dazu lesen Sie unter "Wie erreicht Deutschland seine Klimaziele auf nachhaltige Weise?" auf Seite 42 des Magazins. 

Stopfer vertrat die Auffassung, dass Politik das sei, was möglich sei, und zeigte sich daher optimistisch, dass es eine echte Chance gebe, den Planeten zu retten, wenn wir alle unseren Teil der Verantwortung übernehmen. 

Manfred Steffen, Projektkoordinator der KAS Uruguay und Chefredakteur von Diálogo Político, argumentierte, dass Politik Debattieren, Diskutieren, Zustimmen und Entscheiden bedeutet. Ein Beispiel dafür ist die Unterstützung, die die Konrad-Adenauer-Stiftung für Diskussions- und Schulungsplattformen wie Diálogo Político leistet. Ziel dieser Organisation ist es, alternative und tiefgreifende Ansichten zu Fragen des politischen Lebens in Lateinamerika und der Welt, wie z. B. der Umweltzerstörung, vorzuschlagen. 

In einem freundlichen und anekdotischen Ton versicherte Steffen, dass es nicht stimmt, dass wir nur zerstören können, was allen gehört. Es ist möglich, Vereinbarungen zu treffen, wie Garrett Hardin vor 50 Jahren sagte. Wenn Sie mehr über diesen Punkt erfahren möchten, lesen Sie bitte "Die häufigste aller Tragödien" auf Seite 50 des Magazins. 

Ángel Arellano, Projektkoordinator der KAS und Mitglied des DP-Redaktionsteams, wies an verschiedenen Stellen der Präsentation darauf hin, dass Politik und Umwelt für alle Lesergruppen gedacht sei. Deshalb haben sie versucht, sich diesem wichtigen Thema vom Allgemeinsten bis zum Spezifischsten zu nähern, mit einer klaren und angenehmen Sprache, aber immer spezialisiert. Nach einem Applaus und einem Moment des Austauschs unter den Anwesenden gingen wir alle mit einem schönen Exemplar in der Hand nach Hause. 

Jetzt kann ich Sie nur einladen, auf der Website Diálogo Político zu bleiben, um weiter zu lernen und sich der Bedeutung der Politik in allen Aspekten unseres Lebens bewusst zu werden. 

Jeder von uns muss herausfinden, wie er sich als Bürger an der Aufrechterhaltung und Stärkung des Dialogs auf dem gesamten Kontinent beteiligen kann. Und natürlich, um unser größtes Zuhause, den Planeten, zu schützen. 

Um die vollständige Präsentation zu sehen, klicken Sie hier.

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Kontakt

Dr. Ángel Arellano

Angel Arellano

Projektkoordinator – Diálogo Político

angel.arellano@kas.de +598 2902 0943 ext 101

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