2014 wurde der Bau der Pipeline SouthStream, die Südosteuropa mit russischem Erdgas versorgen sollte, von der EU gestoppt. Mit TurkStream hat SouthStream schnell einen Nachfolger gefunden. Die neue Pipeline wird Erdgas aus Südrussland über die Türkei auf den Balkan bringen und von dort künftig, nach russischen Vorstellungen, auch nach Österreich liefern. Das Projekt wird vom russischen Energiekonzern Gazprom ausgeführt.
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hatte im April 2018 Bedenken gegenüber dem Ausbau der TurkStream-Pipeline bis nach Serbien geäußert: Der Balkan dürfe sich nicht „in Richtung Russland oder der Türkei drehen“. Sowohl die türkische Regierung und selbst Regierungskritiker in der Türkei argumentieren allerdings, dass das Engagement der Türkei im Balkan keinesfalls mit den EU-Plänen konkurriert.
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