Vortrag

20 Jahre nach dem Mauerfall

„Konsolidierung der Demokratie“

Im Rahmen der Kooperation zwischen der Fakultät der politischen Wissenschaften (FPN) und der Konrad Adenauer Stiftung (KAS) veranstaltete beide Partner am 5. November 2009 eine Panneldiskussion an der Fakultät der politischen Wissenschaften zum Thema

Details

„Konsolidierung der Demokratie – 20 Jahre nach dem Mauerfall“. Redner waren Frau Claudia Crawford, Leiterin der KAS Belgrad, Karin Marschall aus der Deutschan Botschaft in Belgrad, Prof. Dr. Jovan Teokarević und Prof. Dr. Predrag Simić von der Fakultät der politischen Wissenschaften.

An dieser Veranstaltung nahmen 150 Studenten teil, was für ein ungewöhnliches Interesse an dem Thema spricht. Sie gab ihnen die Möglichkeit, mehr über einen wichtigen Teil der europäischen Geschichte zu erfahren. Alle Redner stimmten darin überein, dass sich seit dem Mauerfall viel in Europa verändert hat. Die Teilung der Welt in zwei Blöcke existiert nicht mehr. Die ehemalige Sowjetunion und das frühere Jugoslawien gibt es nicht mehr. 20 Jahre danach befinden sich noch viele der neu geschaffenen Staaten und jungen Demokratien in einem Transformationsprozess.

Prof. Dr. Jovan Teokarević betonte, dass die serbische Gesellschaft, hiesige Politiker und Wissenschaftler lange nicht über diesen entscheidenden Prozess der jüngeren Geschichte gesprochen hätten; nicht nur in seinen Augen ein großer Fehler. Laut Prof. Dr. Predrag Simić seien sich viele Jugoslawen sehr wohl bewusst, in welcher Situation ihr Land nun stecke und welche geo-politische Veränderungen der Fall der Berliner Mauer verursacht habe. Daraufhin kam er zum Schluss, dass der Berliner Mauerfall nicht nur ein geschichtliches Ereignis darstelle, sondern auch eine aktuelle, Gegenwarts bezogene Dimension habe.

In der Vorbereitung zu dieser Diskussion gaben die FPN und die KAS ein Buch mit Aufsätzen jungerer Wissenschaftler/innen von der Fakultät der politischen Wissenschaften heraus und verteilten es an die Teilnehmer dieser Veranstaltung. „Ihre Jugend gibt ihnen die Freiheit für einen kritischen Blick zurück und auf die derzeitige Situation, vor allem bezogen auf die Entwicklung in ihrem Land. Und sie entwickeln Ideen für die nächsten Schritte – Schritte, die sie dann maßgeblich selbst zu gehen haben“, schreibt Frau Crawford in ihrem Vorwort für dieses Buch.

Die Teilnehmer waren neugierig, von unseren Gästen ihre individuelle Meinung über die aktuellen politischen Prozesse in Europa und in der Welt zu erfahren. Deshalb ist es immer wieder zu empfehlen, Diskussionen zu aktuellen Themen zu organisieren.

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Veranstaltungsort

Belgrad

Kontakt

Gordana Pilipović

Gordana Pilipović bild

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